Am vierten Wettkampf der Deutschen Triathlon Liga (DTL) haben
am vergangenen Wochenende in Kiel die Herren des Hansgrohe Teams in die
Erfolgspur zurückgefunden. Der Serienmeister setzte sich mit Platzziffer 32 vor
dem Asics-Team Witten (50) und dem Ejot Team Buschhütten (59) durch. Bei den
Damen feierten die Wittenrinnen die vierten Sieg. Ihnen scheint der Titel
nunmehr kaum mehr zu nehmen. Mit Platzziffer 13 siegten die Wittener Damen vor
Erdinger Alkoholfrei SC Riederau (25) und Schwalbe Team Krefeld (35). Unter dem
Strich bleiben aber nicht nur die Resultate, sondern bei herrlichem Wetter und
einer hervorragenden Organisation beste Werbung für den
Triathlon-Sport.
In der Tabelle führen die Wittener Herren (6 Punkte) nunmehr
vor Hansgrohe Schwarzwald und Buscchütten (beide 9). Ein überragendes
Mannschaftsergebnis brachte dem Titelverteidiger den ersten Saisonsieg. Auch
ohne die Kader-Athleten Jan Frodeno und Daniel Unger (beide WM-Vorbereitung)
waren die Mannen des Sportlichen Leiters Heinz Lieblein nicht zu gefährden.
Jonathan Zipf (3.; 1:40:32 Stunden), Shane Reed (4.; 1:40:37), Eike Pupkes (12.;
1:41:30) und Jan Raphael (13.; 1:41:39) siegten mit klarem
Vorsprung.
Für die Überraschung aus Sicht der Schwarzwälder sorgte
Jonathan Zipf als Drittplatzierter. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich
mal der Beste beim Hansgrohe Team sein würde“, so Zipf. Und weiter: „Ich hab
versucht, vorne mitzufahren und das ist gut aufgegangen.“ Auch beim Asics
Team-Witten war der Sportliche Leiter Richard Gutt mit dem zweiten Platz
zufrieden. „Wir haben den Vorsprung gegenüber Buschhütten sogar vergrößert. Uns
reicht zum Abschluss in Gelsenkirchen ein dritter Platz“, blickt der Sportliche
Leiter Richard Gutt optimistisch in die Zukunft.
Für die schnellste Zeit über die Olympische Distanz (1,5
Kilometer Schwimmen – 40 km Radfahren – 10 km Laufen) sorgte der Wittener Thomas
Zöll (1:40:19). „Es war für mich der größte sportliche Erfolg. Ich habe mich in
den letzen beiden Jahren kontinuierlich gesteigert. Das Stützpunkttraining macht
sich jetzt bemerkbar. Bis zum Ziel hatte ich aber noch die Befürchtung, dass
Claude Eksteen mich noch abfangen könnte“, so
Zöll. Top-Platzierungen von Claude Eksteen (2.;
1:40:26) und Christian Prochnow (6.; 1:40:44) reichten nicht zum Gesamtsieg, das
Erro Raudsepp (41.; 1:44:36) mit Verspätung ins Ziel kam
Beim Ejot Team Buschhütten sorgte Dirk Bockel (8.; 1:14:05)
für das beste Resultat. Dirk Bockel: „Ich bin direkt aus dem Training gestartet.
Vielleicht war meine Laufleistung deswegen so gut, weil ich meine Beine nicht
gespürt habe.“ Christian Weimer (11.; 1:41:2),
Bas Diederen (14.; 1:41:50) und Simon Jung (26.; 1:42:55) führten das Team auf
den dritten Rang.
Für den vierten Platz kommen nur noch Hannover 96 und der TV
Lemgo in Frage (beide 27 Punkte). In Kiel belegte das Sportteam Augath Hannover
96 (Platzziffer 103) vor dem Spiuk Team Lemgo (118) die
Oberhand.
Bei den Frauen sah es lange danach aus, als ob die Wittener
den kompletten Triumph feiern würden. Lisa Norden (1:58:36) ging mit einem
Vorsprung von 90 Sekunden auf die Laufstrecke, wurde aber von Vedula Frintova
(1:57:12) nach sieben Kilometern abgefangen und überholt. „Es war nicht geplant,
dass ich beim Radfahren attackiere. Nach dem Wechsel hatte ich aber einen
kleinen Vorsprung, den ich kontinuierlich ausgebaut habe. Nach fünf Kilometern
habe ich dann aber gemerkt, dass die Beine schwer werden“, bilanziert die
Schwedin. Nina Eggert (5.; 2:01:43) und Maren Wolter (6.; 2:02:18) sorgten für
einen weiteren Wittener Sieg. „Es hat vor heimischer Kulisse unheimlich viel
Spaß gemacht. Als ich mit der Spitzengruppe aus dem Wasser kam, war mir klar,
dass ich eine gute Platzierung erreichen würde“, so Lokalmatadorin Nina Eggert,
die für Witten startete.
Eine Klasse für sich war Vendula Frintova, die scheinbar
locker als Erste die Ziellinie überquerte. Vrintova: „Ich habe damit gerechnet,
dass ich Lisa noch einholen kann, jedoch nicht so schnell. Auf der Radstrecke
musste ich eine Menge Führungsarbeit leisten, da die Wittenerinnen im Feld
nichts taten.“ Daneben sorgten noch Stefanie Loeb (11.; 2:07:14) und Kajana
Quest-Altrogge (23.; 2:11:32) für den dritten Rang.
Für eine positive Überraschung bei ihrem ersten DTL-Start
sorgte Vendula Trukova (SG Paderborn / Lemgo). „Ich wäre mit einer
Top-Ten-Platzierung zufrieden gewesen. Ich habe das Maximum für mich und für das
Team herausgeholt. Sie brachte ihr Team auf den achten Platz.
Der zweite Rang in der Gesamtwertung sicherte sich das
Erdinger Alokolfrei Team SC Riederau. Olesya Prystayka (4.; 2:00:57), Amja
Ippach (7.; 2:0:49) und Katrin Esfeld (14.; 2:08:52) liegen mit elf Punkten
jetzt auch in der Tabelle auf dem zweiten Rang. Synergie Sports Erlangen belegte
in Kiel nur den vierten Rang (Platzziffer 40) und rangiert mit zwölf Punkten auf
Rang drei. Den Wittener Damen (vier Punkte) genügt in Gelsenkirchen ein siebter
Platz zur Titelverteidigung.
Martin
Wachhold