News: Lasse Lührs sprintet zum Junioren-Europameister-Titel

11.07.2015 12:05 von Oliver Kubanek

„Der Rennplan hat letztlich gestimmt“

Lasse Lührs aus Potsdam ist neuer Triathlon-Europameister der Junioren. Der 19-Jährige sprintete bei der Europameisterschaft in Genf nach 57:41 Minuten ins Ziel und hatte damit die Distanzen von 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen schneller absolviert als alle seine Konkurrenten. Silber ging an den Spanier Ignacio Gonzales Garcia, Bronze an Ben Dijkstra aus Großbritannien. Die zwei anderen deutschen Junioren erwischten einen soliden Tag. Linus Stimmel (Worms) wurde in 58:59 Minuten 24., Marc Trautmann (Saarbrücken) kam nach 59:11 Minuten auf Rang 28.

„Ich bin natürlich sehr glücklich“, sagte der neue Europameister im Ziel. Das Rennen lief zwar etwas anders als geplant, aber das dämpfte die Freude in keiner Weise. „Ich hätte mir gewünscht, im Schwimmen etwas weiter vorne aus dem See zu kommen, aber wir waren nach dem Wechsel ja schnell wieder an der Spitze dran. Auch hätte ich nicht gedacht, dass am Ende so viele noch mitlaufen können. Aber einen Sprint aus der Belastung kann ich ganz gut, so dass der Rennplan letztlich gestimmt hat.“

Dieser Rennplan hatte eigentlich das deutsche Trio, allesamt gute Schwimmer, in einer vorderen Gruppe vorgesehen. Doch allein Marc Trautmann war mit vier weiteren Athleten dem Feld ein Stück voraus. Lührs folgte mit wenig Abstand, die er mit seiner Radgruppe schnell zufahren konnte, Linus Stimmel hatte mit dem kalten Wasser Probleme und hatte schon deutlicheren Rückstand. Allerdings schaffte auch er im Verlauf der drei Radrunden den Anschluss an die Führenden, und so kamen die drei Starter der Deutschen Triathlon Union im ersten Hauptfeld zum Wechsel in die Laufschuhe.

Auf den abschließenden funf Laufkilometern kristallisierten sich schnell acht Athleten als diejenigen heraus, die um die Medaillen kämpfen werden. „Das Tempo war nicht ganz so hoch, eigentlich hätte ich eine frühere Entscheidung erwartet“, beschreibt Lührs diese Rennphase. Folglich kam es zu einem Sprintfinale, dass Ignacio Gonzales Castro eröffnete und seine Verfolger auch schon etwas distanziert hatte. Doch Lührs drehte noch einmal mächtig auf und fing den Spanier wenige Meter vor der Ziellinie ab.

„Hut ab vor Lasse“, jubelte auch Thomas Möller, DTU-Bundestrainer für den Nachwuchs. „Das war das Maximum. Der Rennverlauf war eher unerwartet, aber Lasse hat sich das ganze Rennen über taktisch wirklich sehr klug verhalten“, lobte der Coach.

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 069-677 205 17 oder 0178-1479833, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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