News: DOSB-Strukturkonzept: Perspektivkader - was ist das?

07.02.2018 14:16 von Jan Sägert

Junioren-Europameister Lasse Lührs ist einer von acht DTU-Athleten im aktuellen Perspektivkader (Foto: DTU/ Jo Kleindl)

Mit dem 1. Januar 2018 hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die Kaderathleten aller deutschen Spitzensportverbände einer neuen, einheitlichen Struktur zugeordnet. Basis hierfür ist die grundsätzliche Neustrukturierung des Leistungssports sowie der Spitzensportförderung in Deutschland, die im Dezember 2016 in Magdeburg verabschiedet wurde. Ziel der Differenzierung in Olympia-, Perspektiv-, Ergänzungs- und Nachwuchskader soll sein, die leistungsstärksten Athleten mit dem größten Potenzial in den einzelnen Entwicklungsetappen gezielter fördern zu können.

Was bedeutet das für die Athleten der DTU?

Ausgewählte Athleten, die bisher Teil des B-Kaders der Deutschen Triathlon Union (DTU) waren, gehören nach der neuen Kaderstruktur des DOSB ab sofort dem Perspektivkader (PK) an - mit dem Ziel einer erfolgreichen Teilnahme an den nächsten und/oder übernächsten Olympischen Spielen - im Fall der DTU also den Spielen in Tokyo 2020 bzw. Paris 2024.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

In den Perspektivkader werden Athletinnen und Athleten aufgenommen, für die im laufenden Olympiazyklus ein Aufstieg in den Olympiakader (OK) prognostiziert wird. Weiterhin können Sportlerinnen und Sportler mit einer Final‐ oder Medaillenprognose für die Olympischen Spiele 2024 im Perspektivkader berücksichtigt werden. Herausragende internationale Leistungen im Juniorenalter führen zu einer frühen Berücksichtigung im Perspektivkader bereits ab einem Alter von 20 Jahren und für zwei Jahre im Übergang zu den Erwachsenen (erstes und zweites Jahr U23/Elite). Auch Athletinnen und Athleten, die im Mixed Team Relay herausragende Leistungen zeigen, können im Perspektivkader berücksichtigt werden.

Verweildauer auf fünf Jahre begrenzt

Der Altersbereich des Perspektivkaders beginnt mit dem Einstieg in das Wettkampfsystem der Erwachsenen (20 Jahre und älter). Aufgrund des Hochleistungsalters im Triathlon liegt der Schwerpunkt erfahrungsgemäß im Altersbereich von ca. 22 bis 26 Jahren. Die Sportlerinnen und Sportler müssen ihre Leistungen jedes Jahr bestätigen, wobei die Verweildauer im Perspektivkader auf maximal fünf Jahre begrenzt ist. Dem Präsidium der DTU obliegt es, begründete Einzelfallentscheidungen zu treffen (z.B. Krankheit, Verletzungen, sehr gute Platzierungen im Weltcup und/oder der World Triathlon Series und sehr gute Leistungsperspektiven).

Deutschland-Achter mit Lindemann und Nieschlag

Aktuell gehören acht Athletinnen und Athleten zum Perspektivkader der Deutschen Triathlon Union. Neben Triathlon-Europameisterin Laura Lindemann (Potsdam) sind das Lena Meißner (Neubrandenburg), Sophia Saller (Oxford), Lasse Lührs (Alicante), Justus Nieschlag (Saarbrücken), Lasse Nygaard-Priester (Saarbrücken), Lars Pfeifer (Potsdam) und Jonas Schomburg (East London/Hannover). Mehr Infos gibt's in den Steckbriefen der Sportler.


Maßgeblich für die Aufnahme in den Perspektivkader sind die Leistungen bzw. Ergebnisse in verschiedenen Rennserien und Einzelwettkämpfen. 

Rennserie/Ranking Platzierung Anmerkungen
ITU World Triathlon Series < = 30 zum Saisonende
ITU Points List < = 50 Stichtag 31.10.

zwei Ergebnisse der folgenden Wettkämpfe (mind. einmal Kurzdistanz)

Rennserie/Wettkampf Platzierung Anmerkungen
WTS Einzelrennen 1-10  
ITU-Weltcup 1-6 PI ≤ 40
ITU-Weltcup 1-3 PI ≤ 60
EM Elite (Kurzdistanz) 1-6  
DTU DM (Sprintdistanz) 1  

einmalig eins der folgenden Wettkampfergebnisse

Wettkampf-(Serie) Platzierung Anmerkungen
Triathlon Mixed Team Relay Series 1-8 Edmonton/Nottingham
WM Mixed Team Relay Hamburg 9-10  
EM Mixed Team Relay Glasgow 1-5  
WM Triathlon Junioren 1-10 ältester Jahrgang
EM Triathlon Junioren 1-6 ältester Jahrgang

Ausführliche Infos zu den aktuellen Nominierungskriterien liegen hier zum Download bereit.

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