Prävention sexualisierter Gewalt

Das Thema der sexualisierten Gewalt ist spätestens seit der Berichterstattung über Vorkommnisse in der Odenwaldschule und der katholischen Kirche ein viel beachtetes und stark diskutiertes Thema. Doch auch der organisierte Sport steht vor den gleichen Problemen und Herausforderungen wie Kirchen, Kindertagesstätten, Schulen und andere Institutionen, in denen sich Kinder und Jugendliche vermehrt aufhalten. Letztendlich muss die Prävention sexualisierter Gewalt zu einem gesamtgesellschaftlichen Anliegen werden, um das Wohlergehen junger Menschen zu sichern.

Aktuellen Erkenntnissen zur Folge darf jedoch nicht unberücksichtigt bleiben, dass eine Vielzahl an Übergriffen im sozialen Nahfeld von Kindern erfolgt, sprich TäterInnen vertraute Personen der Kinder sind. Somit muss auch ein wachsamer Blick in Richtung Freundes-/Bekanntenkreis der Familie bzw. Verwandtschaft und Nachbarschaft gerichtet werden. Auch hier bedarf es eines genaueren Hinsehens und Zuhörens.

Arbeitsmaterialien und Hilfestellungen für Vereine

Die Sportvereine in Deutschland sind gefordert, sich dem Thema der Prävention sexualisierter Gewalt im Sport (PsG) anzunehmen. Um den überwiegend ehrenamtlich tätigen Personen den Einstieg in die Thematik sowie die Umsetzung im Verein zu ermöglichen, finden sich nachfolgend einige grundlegende Materialien.

„PsG muss zum Thema in den Vereinen werden! Nicht nur um den uns anvertrauten Minderjährigen ein unbeschwertes und gewaltfreies Sporttreiben zu ermöglichen, sondern auch aus Eigenschutz der Vorstände, Abteilungsleitungen und TrainerInnen/ÜbungsleiterInnen. Glücklicherweise gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Informationsangeboten, sodass niemand alleine und schon gar nicht bei „Null“ beginnen muss“, so Mirco Beyer, Jugendsekretär und PsG-Ansprechpartner der DTU.

Gesetzliche Grundlage – das Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG)

Am 01. Januar 2012 hat der Gesetzesgeber das Bundeskinderschutzgesetz erlassen, welches das Wohl von Kindern und Jugendlichen schützen und ihre körperliche, geistige und seelische Entwicklung fördern soll. Dies hat auch Auswirkungen auf die Vereinsarbeit.

Beratungsstellen & weiterführende Informationen

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an Informationsplattformen zum Themenfeld. Nachfolgend eine kleine Auswahl weiterführender Links:

Safe Sport DOSB

Kein Raum für Missbrauch

Deutsche Sportjugend / Kinderschutz

Hessischer Jugendring / Prävention und Kindeswohl

Hier finden Sie zudem eine Übersicht an Beratungsstellen und Ansprechpartnern zum Thema.