Muss ich für einen Triathlon Kraulschwimmen können?

Für Einsteiger ist das Schwimmen, im Gegensatz zum Radfahren und zum Laufen, häufig die größte Herausforderung. Denn richtig geschwommen sind viele Triathlon-Anfänger zum letzten Mal im Schwimm-Unterricht in der Schule. Bei einem Wettkampf ist das Kraulen zwar kein Muss. Dennoch empfehlen wir das Erlernen oder Verbessern deiner Kraultechnik – in Eigenregie oder mit der Hilfe eines Schwimmtrainers.

Denn mit der richtigen Technik schwimmst Du nicht nur sicherer, sondern Du sparst auch Energie. Da die meisten Triathlon-Veranstaltungen in den Sommermonaten stattfinden, solltest Du zwischen dem Spätherbst und dem Frühjahr mit dem Schwimmtraining im Becken beginnen.

Wenn die Grundlagen gelegt sind und dein Wettkampf näher rückt, empfiehlt es sich, das Training auch ins Freiwasser zu verlegen (vorausgesetzt es handelt sich bei deinem Wettkampf um ein Open-Water-Schwimmen). Eine der wichtigsten Fähigkeiten, um im offenen Gewässer an dein Ziel zu kommen, ist die Orientierung. Dafür braucht es natürlich regelmäßiges Training im Freiwasser. Denn während man sich im Becken an den Markierungen des Beckenbodens oder an den Leinen orientieren kann, bleiben einem im See, Fluss oder Meer meist nur die Bojen. Zudem kann es passieren, dass das Gewässer so trüb ist, dass du den Grund nicht sehen kannst.

Du könntest dich davon nun entmutigen lassen. Oder Du drehst den Spieß einfach um. Denn Schwimmen ist zwar die technisch anspruchsvollste Disziplin beim Triathlon. Dafür ist dein Potential hier aber auch mit Abstand am größten. Versuche das Kraulen zu erlernen – oder deine Kraultechnik zu verbessern – und mache das Schwimmen zu deiner Stärke. Wenn du souverän schwimmst, hast hinten raus bei den anderen Disziplinen mehr Energiereserven. Dafür musst Du allerdings etwas tun: Hinter jedem erfolgreichen Schwimmer steckt eine ausgeprägte Kraultechnik. Und die erhältst Du nur über das richtige Schwimmtraining.