Der Wettkampftag

Foto: DTU/Jörg SchülerDer Tag des ersten Triathlons steht vor der Tür, die eigentlichen Vorbereitungen sind abgeschlossen, doch was erwartet einen Sportler eigentlich am Tag X?

Die Nacht davor und der Morgen

Die Nacht vor dem Rennen ist erfahrungsgemäß eher unruhig und von Nervosität geprägt. Daher sollte man in der vorletzten Nacht auf ausreichenden und erholsamen Schlaf achten, denn durch die teilweise frühen Startzeiten kann die letzte Nacht eher kurz sein.

Das Frühstück sollte am Wettkampfmorgen ballaststoffarm ausfallen und ca. 3-4 Stunden vor dem Startschuss eingenommen werden. Brötchen oder Toast mit Marmelade oder Honig liefern Energie und liegen nicht schwer im Magen. Auf den meist obligatorischen Kaffee sollte nicht verzichtet werden, denn dieser macht wach und sorgt für die notwendige Morgentoilette.

Ankunft am Wettkampfort

Die Anfahrt zum Wettkampfort sollte mit ausreichendem zeitlichem Puffer geplant werden, denn gerade unerfahrene Sportler verfallen bei knapper Ankunft schnell in Hektik und Panik. Empfehlenswert sind mindestens  90 Minuten Vorlauf bevor der Startschuss fällt. Zudem sollte man daran denken, dass viele Sportler das gleiche Ziel verfolgen, so dass es rund um die Wettkampfstätten zu Staus und Parkplatzmangel kommen kann.

Startnummernausgabe und Check-In

Nach erfolgreicher Ankunft sollte man als ersten Schritt den Gang zur Startnummernausgabe oder Registrierung unternehmen. Hierzu sollte ein Lichtbildausweis und/oder ein DTU-Startpass, falls vorhanden, mitgeführt und vorgezeigt werden. Danach werden die Startnummern am Rad, Helm und Bekleidung/Startnummernband befestigt, das Rad in der Wechselzone am entsprechenden Platz abgestellt und Laufschuhe sowie Helm und Radschuhe ebenfalls am Wechselplatz oder im Wechselbeutel positioniert oder verstaut werden. Ein finales Checken des Reifendrucks und der richtigen Übersetzung (nicht zu großen Gang auflegen) sollten zum Abschluss er Vorbereitungen nicht vergessen werden.

Wo geht's lang?

Danach sollte man sich die Laufwege (vom Schwimmen zum Rad, Ausgang zum Radfahren, Ausgang zum Laufen) in der Wechselzone und den Standort seines Rads einprägen. Insbesondere beim Stellplatz des Rads helfen hier markante Stellen wie Bäume o.ä., um später nicht durch die Wechselzone zu irren.

Im Anschluss sollten auch die Begebenheiten beim Schwimmen noch einmal überprüft und abgespeichert werden.Wie sind die Bojen gesetzt? In welcher Richtung müssen sie umschwommen werden? Wie sieht der Wasserausstieg aus? Gibt es Strömungen?

Wettkampfbesprechung

Der Wettkampfbesprechung vor dem Start (Pflicht!!) sollte man aufmerksam folgen, denn da werden alle offenen Fragen geklärt, auf Besonderheiten wie z.B. gefährliche Streckenabschnitte hingewiesen. Meistens erfolgt dann zeitnah nach der Besprechung der Startschuss des Rennens, so dass dem Abenteuer erster Triathlon nichts mehr im Wege steht.

Gerade Anfänger sollten sich vom Auftreten und der Ausrüstung anderer Athleten nicht fehlleiten lassen. Teure Zeitfahrräder, braun gebrannte und rasierte Beine, sowie durchtrainierte Körper gibt es in allen Spielarten im Triathlon und sind ein Stück weit fester Bestandteil dieser Sportart.

Ganz wichtig: Auch ohne die oben genannten Attribute macht Triathlon großen Spaß!;-)

Viel Erfolg!

 

Von Mario Schmidt-Wendling, sisu-training.de

Mario ist hauptberuflicher Triathlon-Trainer seit 2004 und konnte bisher mehrere internationale und nationale Titel auf allen Strecken als Coach gewinnen. Weitere Infos zu seiner Person gibt es unter sisu-training.de.