Ironman Australia: Nachfolger für McCormack gesucht

28.03.2007 12:46 von Haupt-Administrator

Am kommenden Sonntag findet mit dem Ironman Australien das vierte Rennen der internationalen Serie statt. Bei den Frauen hat die Kanadierin Lisa Bentley die besten Sieg-Chancen. Bei den Männern hingegen fällt eine Prognose deutlich schwerer, nachdem der Titelverteidiger Chris McCormack (AUS) nach fünf Siegen in Folge nicht antreten wird. Größte Aussichten auf den Sieg hat wohl sein Landsmann Jason Shortis, der 2007 mit 8:03:57 Stunden beim Ironman Western Australia die schnellste Ironman-Zeit des Jahres vorlegte.

Bei den Frauen strebt Lisa Bentley ihren sechsten Sieg in Folge an – und damit einen Rekord, denn eine solche Serie hat es in der Geschichte des Ironman Australia bisher nicht gegeben. Verhindern wollen dies die beiden Australierinnen Belinda Granger und Melissa Ashton, die im vergangenen Jahr hinter Bentley die Plätze zwei und drei belegten. Granger zeigte bereits Ende Januar ihre gute Form, als sie die erste Auflage der Challenge Wanaka mit deutlichem Vorsprung gewann. Auch Ashton deutete mit ihrem zweiten Platz bei den Langstreckenmeisterschaften Australiens an, dass mit ihr zu rechnen ist.

Kein klarer Favorit im Männerrennen

 

Bei den Männern wird es keinen sechsten Sieg in Folge geben. Chris McCormack, der Sieger der letzten fünf Austragungen, zog eine Teilnahme beim Ironman 70.3 California am gleichen Wochenende der Titelverteidigung in Australien vor. Damit ist der Weg frei für den Australier Jason Shortis und Patrick Vernay aus Frankreich. Vernay hatte das Rennen im letzten Jahr hinter McCormack auf den zweiten Platz beendet. Damals verwies er Shortis auf Platz drei. Allerdings zeigte Shortis im vergangenen Jahr bei seinem Sieg in Western Australia eine starke Leistung, mit der er sich auf für den kommenden Sonntag zum Top-Favoriten gemacht hat. Mit Spannung erwartet wird das Ironman-Debüt von Craig Alexander. Der amtierende 70.3-Weltmeister war auf der halben Ironman-Distanz in den vergangenen Jahren kaum zu schlagen. Ob der Australier seine Dominanz auch auf der Langdistanz umsetzen kann oder ob er bei seiner Premiere Lehrgeld zahlen muss, wird sich am Sonntag zeigen. Dass er in dieser Saison gut drauf ist, hat Alexander bei den australischen Langstreckenmeisterschaften bewiesen, die er im Februar gewann.

 

Aus europäischer Sicht könnte Mathias Hecht eine Rolle spielen. Der Schweizer lebt und traininert seit über einen halben Jahr im australischen Trainings-Mekka Caloundra. 2005 wurde der 27-Jährige Dritter beim Ironman Western Australia und im letzten Jahr Zweiter beim Ironman in der Schweiz. Diese Serie möchte Hecht gern fortsetzen.
Martin Kathenbach

www.ironmanoz.com

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