22. Ironman Australia: Siege für Rebekah Keat und Patrick Vernay

02.04.2007 10:00 von Haupt-Administrator

Patrick Vernay und Rebekah Keat haben am Sonntag den Ironman Australia gewonnen. Während der Franzose Vernay dem Zweitplatzierten Jason Shortis mit einer Endzeit von 8:21:49 Stunden keine vier Minuten abnahm, siegte Keat in ihrem Heimatland nach 9:12:59 Stunden fast acht Minuten vor den Topfavoritinnen Belinda Granger und Melissa Ashton. Der australische Ironman-Debütant Craig Alexander überzeugte als Dritter.

Vorjahressieger Chris McCormack (AUS) verzichtete nach fünf Siegen in Folge auf einen Start bei der 22. Auflage in Port Macquarie – eine Gelegenheit, die sich Patrick Vernay, im vergangenen Jahr hinter McCormack noch Zweiter, nicht entgehen lassen wollte. Schon früh wagte der 33-Jährige einen Angriff aus der ersten Radgruppe, dem nur der später fünftplatzierte Cameron Watt gewachsen war. 45 Kilometer vor dem zweiten Wechsel konnte Vernay auch den Australier abschütteln und sich den Sieg mit einer abschließenden Marathonzeit von 2:49:38 Stunden sichern. Auch die beste Laufzeit von Jason Shortis (2:49:17 Stunden) reichte nicht aus, um Vernay zu stellen, der in Neukaledonien, einer zu Frankreich gehörenden Inselgruppe im Pazifik, lebt. Shortis, im vergangenen Jahr Dritter, musste sich Vernay erneut geschlagen geben und kam nach 8:25:35 Stunden ins Ziel. Der Abstand zum drittplatzierten Craig Alexander betrug zwar 13 Minuten, eine beeindruckende Ironman-Premiere lieferte der laufstarke, 33-jährige 70.3.-Weltmeister bei guten Witterungsbedingungen an der australischen Ostküste dennoch ab.

 

Erfolgreiche Aufholjagd auf der Laufstrecke

 

 

Ein starker Laufsplit brachte im Frauenrennen die Entscheidung: Rebekah Keat, deren Sattelstütze sich auf der letzten von drei Radrunden löste, war auf den 180 Kilometern zwar acht Minuten langsamer als Belinda Granger und Melissa Ashton. Den 3:04:06 Stunden der 29-Jährigen auf der Laufstrecke hatten die beiden Verfolgerinnen jedoch nichts mehr entgegen zu setzen. Die bis Radkilometer zehn führende Challenge-Wanaka-Siegerin Granger kam mit über sieben Minuten Rückstand auf Keat (9:13:00 Stunden) ins Ziel, Ashton wurde nach 9:23:23 Stunden wie im vergangenen Jahr Dritte.

 

Lisa Bentley, die eigentlich ihren sechsten Sieg in Folge angestrebt hatte, erlitt nach mäßigem Schwimm- und Radsplit beim abschließenden Marathon einen Einbruch – mehr als eine Gesamtzeit von 10:29:20 Stunden war für die Kanadierin nach 4:09 Stunden auf der Laufstrecke nicht mehr drin. Pech hatte auch Mathias Hecht, nachdem er das Wasser noch an aussichtsreicher neunter Position verlassen konnte: Dem 27-jährigen Schweizer, der zurzeit in Australien lebt und der sich eine Platzierung unter den besten Fünf zum Ziel gesetzt hatte, brach schon beim Herausfahren aus der Wechselzone die Sattelstütze. Der einzige deutsche Teilnehmer, Gerry Hoffmann, finishte nach 10:58:49 Stunden.

Sina Horsthemke


 

 

 

 

Ergebnisse

Ironman Australia

3,8 km - 180 km - 42,195 km

1. April 2007, Port Macquarie, Australien

 

 

Frauen

1. Rebekah Keat (AUS) 9:13:00

2. Belinda Granger (AUS) 9:20:26

3. Melissa Ashton (AUS) 9:23:23

4. Kate Bevilaqua (AUS) 9:37:03

5. Alison Fitch (AUS) 9:45:08

6. Amelia Cox (AUS) 10:02:32

7. Sarah Pollett (AUS) 10:02:42

8. Kirsten Molloy (AUS) 10:11:20

9. Prue Oswin (AUS) 10:13:42

10. Alison Coyle (AUS) 10:17:05

 

 

Männer

1. Patrick Vernay (NCL) 8:21:50

2. Jason Shortis (AUS) 8:25:35

3. Craig Alexander (AUS) 8:38:50

4. Mitchell Anderson (AUS) 8:46:53

5. Cameron Watt (AUS) 8:48:53

6. Mike Neill (CAN) 8:55:38

7. Tim Berkel (AUS) 8:57:12

8. Stuart Bardsley (AUS) 8:58:27

9. Luke Dragstra (USA) 9:02:20

10. Leigh Chapman (AUS) 9:05:44

 

 

www.ironmanoz.com

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