Hansgrohe Schwarzwald hat das Siegen noch nicht verlernt - 4. WK der DTL in Kiel

07.08.2007 12:20 von Haupt-Administrator

Am vierten Wettkampf der Deutschen Triathlon Liga (DTL) haben am vergangenen Wochenende in Kiel die Herren des Hansgrohe Teams in die Erfolgspur zurückgefunden. Der Serienmeister setzte sich mit Platzziffer 32 vor dem Asics-Team Witten (50) und dem Ejot Team Buschhütten (59) durch. Bei den Damen feierten die Wittenrinnen die vierten Sieg. Ihnen scheint der Titel nunmehr kaum mehr zu nehmen. Mit Platzziffer 13 siegten die Wittener Damen vor Erdinger Alkoholfrei SC Riederau (25) und Schwalbe Team Krefeld (35). Unter dem Strich bleiben aber nicht nur die Resultate, sondern bei herrlichem Wetter und einer hervorragenden Organisation beste Werbung für den Triathlon-Sport.

In der Tabelle führen die Wittener Herren (6 Punkte) nunmehr vor Hansgrohe Schwarzwald und Buscchütten (beide 9). Ein überragendes Mannschaftsergebnis brachte dem Titelverteidiger den ersten Saisonsieg. Auch ohne die Kader-Athleten Jan Frodeno und Daniel Unger (beide WM-Vorbereitung) waren die Mannen des Sportlichen Leiters Heinz Lieblein nicht zu gefährden. Jonathan Zipf (3.; 1:40:32 Stunden), Shane Reed (4.; 1:40:37), Eike Pupkes (12.; 1:41:30) und Jan Raphael (13.; 1:41:39) siegten mit klarem Vorsprung.

Für die Überraschung aus Sicht der Schwarzwälder sorgte Jonathan Zipf als Drittplatzierter. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich mal der Beste beim Hansgrohe Team sein würde“, so Zipf. Und weiter: „Ich hab versucht, vorne mitzufahren und das ist gut aufgegangen.“ Auch beim Asics Team-Witten war der Sportliche Leiter Richard Gutt mit dem zweiten Platz zufrieden. „Wir haben den Vorsprung gegenüber Buschhütten sogar vergrößert. Uns reicht zum Abschluss in Gelsenkirchen ein dritter Platz“, blickt der Sportliche Leiter Richard Gutt optimistisch in die Zukunft.

Für die schnellste Zeit über die Olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen – 40 km Radfahren – 10 km Laufen) sorgte der Wittener Thomas Zöll (1:40:19). „Es war für mich der größte sportliche Erfolg. Ich habe mich in den letzen beiden Jahren kontinuierlich gesteigert. Das Stützpunkttraining macht sich jetzt bemerkbar. Bis zum Ziel hatte ich aber noch die Befürchtung, dass Claude Eksteen mich noch abfangen könnte“, so Zöll. Top-Platzierungen von Claude Eksteen (2.; 1:40:26) und Christian Prochnow (6.; 1:40:44) reichten nicht zum Gesamtsieg, das Erro Raudsepp (41.; 1:44:36) mit Verspätung ins Ziel kam

Beim Ejot Team Buschhütten sorgte Dirk Bockel (8.; 1:14:05) für das beste Resultat. Dirk Bockel: „Ich bin direkt aus dem Training gestartet. Vielleicht war meine Laufleistung deswegen so gut, weil ich meine Beine nicht gespürt habe.“ Christian Weimer (11.; 1:41:2), Bas Diederen (14.; 1:41:50) und Simon Jung (26.; 1:42:55) führten das Team auf den dritten Rang.

Für den vierten Platz kommen nur noch Hannover 96 und der TV Lemgo in Frage (beide 27 Punkte). In Kiel belegte das Sportteam Augath Hannover 96 (Platzziffer 103) vor dem Spiuk Team Lemgo (118) die Oberhand.

Bei den Frauen sah es lange danach aus, als ob die Wittener den kompletten Triumph feiern würden. Lisa Norden (1:58:36) ging mit einem Vorsprung von 90 Sekunden auf die Laufstrecke, wurde aber von Vedula Frintova (1:57:12) nach sieben Kilometern abgefangen und überholt. „Es war nicht geplant, dass ich beim Radfahren attackiere. Nach dem Wechsel hatte ich aber einen kleinen Vorsprung, den ich kontinuierlich ausgebaut habe. Nach fünf Kilometern habe ich dann aber gemerkt, dass die Beine schwer werden“, bilanziert die Schwedin. Nina Eggert (5.; 2:01:43) und Maren Wolter (6.; 2:02:18) sorgten für einen weiteren Wittener Sieg. „Es hat vor heimischer Kulisse unheimlich viel Spaß gemacht. Als ich mit der Spitzengruppe aus dem Wasser kam, war mir klar, dass ich eine gute Platzierung erreichen würde“, so Lokalmatadorin Nina Eggert, die für Witten startete.

Eine Klasse für sich war Vendula Frintova, die scheinbar locker als Erste die Ziellinie überquerte. Vrintova: „Ich habe damit gerechnet, dass ich Lisa noch einholen kann, jedoch nicht so schnell. Auf der Radstrecke musste ich eine Menge Führungsarbeit leisten, da die Wittenerinnen im Feld nichts taten.“ Daneben sorgten noch Stefanie Loeb (11.; 2:07:14) und Kajana Quest-Altrogge (23.; 2:11:32) für den dritten Rang.

Für eine positive Überraschung bei ihrem ersten DTL-Start sorgte Vendula Trukova (SG Paderborn / Lemgo). „Ich wäre mit einer Top-Ten-Platzierung zufrieden gewesen. Ich habe das Maximum für mich und für das Team herausgeholt. Sie brachte ihr Team auf den achten Platz.

Der zweite Rang in der Gesamtwertung sicherte sich das Erdinger Alokolfrei Team SC Riederau. Olesya Prystayka (4.; 2:00:57), Amja Ippach (7.; 2:0:49) und Katrin Esfeld (14.; 2:08:52) liegen mit elf Punkten jetzt auch in der Tabelle auf dem zweiten Rang. Synergie Sports Erlangen belegte in Kiel nur den vierten Rang (Platzziffer 40) und rangiert mit zwölf Punkten auf Rang drei. Den Wittener Damen (vier Punkte) genügt in Gelsenkirchen ein siebter Platz zur Titelverteidigung.

Martin Wachhold

 

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