Triathlon in Niedersachsen: Anti-Doping-Tag ein Erfolg auf ganzer Linie

17.11.2010 15:02 von Clarissa Sagerer-Schlockermann

Auch der Hannoveraner Profi-Triathlet Jan Raphael bildete sich fort

Beim „1. Anti-Doping-Tag“ des Triathlon Verbandes Niedersachsen am 13. November sitzt in zweiter Reihe ganz mittendrin: Jan Raphael, Profitriathlet des Commerzbank Teams um Normann Stadler. „Ich bin nicht nur hier aus alter Verbundenheit zum TVN, vielmehr ist es für mich als Profisportler sehr wichtig, mich immer wieder mit dem sich ständig verändernden Anti-Doping-Bereich zu beschäftigen. Ganz nebenbei nutze ich die Gelegenheit, meine Trainer-B-Lizenz im Triathlon zu verlängern.“, so der 30-jährige Berufssportler und Hannoveraner.
Zahlreiche Gäste aus dem niedersächsischen Triathlonbereich aber auch aus anderen Sportarten und Landesverbänden waren dem Ruf des TVN und seiner beiden mit Anti-Doping befassten Beauftragten, Thomas Begemann und Volker Oelze, in den Toto-Lotto-Saal nach Hannover gefolgt.

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oben: Landestrainer Thomas Weis

Den Auftakt bildete nach den Begrüßungsworten von Landestrainer Thomas Weis - in Vertretung des verhinderten Präsidenten - der Vortrag von Tim Wiemers, Dipl.-Oecotrophologe: „Die Studienlage ist eindeutig: In Deutschland ist eine Mangelernährung, auch für Sportler, unter normalen Umständen nicht möglich und daher sind Nahrungsergänzungsmittel eigentlich nicht notwendig“, so der in einer Schwarmer Gemeinschaftspraxis tätige Ernährungsberater. Wieners weiter: „Ich sehe in einer Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln zum Zwecke der Leistungssteigerung sogar die Gefahr eines Türöffners zum Doping!“
Peter Rösner, Sportmediziner und Triathlet aus Schwarme, führte alle Anwesenden in die geschichtliche Entwicklung des Dopings sowie die Definition ein. Der erfahrene und vormals für den Trainingsschwerpunkt Nord zuständige Mediziner machte in seinem sehr deutlichen Vortrag auf die Risiken und Nebenwirkungen von Doping genauso aufmerksam, wie auf die Gefahr, durch Unwissenheit unabsichtlich in die sogenannte „Medikamentenfalle“ zu geraten, bei einer Dopingkontrolle positiv aufzufallen.
Nach einer Mittagspause trug der als Vorreiter titulierte Trainer-A im Radsportbereich, Gerd Hillringhaus, Wissenswertes über die GATE-Projektgruppe sowie einen Neuanfang im dopingfreien Nachwuchssport der Radfahrer vor.
Den Abschluss bildeten Ausflüge in das Gebiet der Juristerei unter fachkundiger Ausführung durch Dr. Frank Rybak, Verbandsjustitiar der Spielergewerkschaft (Fußball), und die praktische Erläuterung einer Dopingkontrolle durch Volker Oelze und Thomas Begemann, beide Anti-Doping-Beauftragte des TVN.

Text und Fotos: Markus Kleinostendarp

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