Anne Haug Dritte in Monterrey, Rebecca Robisch Neunte

08.05.2011 10:00 von Oliver Kubanek

"Ein total geniales Rennen"

Der Weltcup in Monterrey war für die Athleten der Deutschen Triathlon Union (DTU) insgesamt eine Reise wert. Anne Haug erreichte als Dritte das Podium und auch Rebecca Robisch sicherte sich als Neunte einen Platz unter den Top Ten. Sarah Fladung wurde 22., während Ricarda Lisk das Rennen beim Laufen leider aufgeben musste. In einem engen Wettkampf bei den Herren belegte Daniel Unger nach einem Ausscheidungsrennen auf den abschließenden zehn Kilometern Rang 14.

„Es war ein total geniales Rennen“, strahlte Anne Haug im Zielraum des dritten Weltcups 2011 im mexikanischen Monterrey. Erwartungsgemäß hatte sie beim Schwimmen Zeit gegenüber der Konkurrenz eingebüßt, doch gemeinsam mit der Japanerin Ai Ueda startete sie auf dem Rad und beim Laufen eine furiose Aufholjagd, der beinahe auch die vor dem zweiten Wechsel enteilte Siegerin Sarah Haskins noch zum Opfer gefallen wäre. Die Amerikanerin rettete schließlich sechs Sekunden vor Ueda und zwölf vor Haug ins Ziel.

Mit einem Rückstand von gut 30 Sekunden auf das Hauptfeld war Haug für ihre Verhältnisse gut aus dem Wasser gekommen. „Auf dem Rad sind wir dann drei Runden lang am Anschlag gefahren, bis wir aufschließen konnten“, beschreibt sie ihren Rennverlauf. „Und das Laufen funktioniert dann einfach, wenn man schon vorne mit dabei ist.“ Etwa zwei Kilometer vor dem Ziel musste Haug die Japanerin Ai Ueda etwas ziehen lassen, konnte sich aber im Zielsprint gegen Helle Frederiksen (DEN) durchsetzen. tl_files/dtu/Bilder/Oliver Kubanek/Robisch-klein.jpg

Ebenfalls sehr zufrieden mit ihrem Wettkampf war Rebecca Robisch als Neunte. „Das wichtigste war, dass ich gut geschwommen bin und so gleich in der ersten großen Gruppe war.“ Insofern konnte sie mit all ihren Mannschaftskolleginnen im großen Hauptfeld vom Rad in die Laufschuhe wechseln und sich auf die Verfolgung der enteilten Haskins machen. Auf den letzten zehn Kilometern trennten sich dann allerdings die Wege der DTU-Damen.

Während Haug und Robisch sich in der Spitzengruppe halten konnten, fiel Lisk mit Rückenproblemen gleich weit zurück. Sarah Fladung ordnete sich im Mittelfeld ein, nachdem sie auf dem Rad viel arbeiten musste, um den Rückstand nach dem Schwimmen wett zu machen. Nach fünf Kilometern forcierten die späteren Podiumskandidatinnen das Tempo. „Da hatte ich ein kleines Loch und musste reißen lassen“, so Robisch. Mit einem langgezogenen Sprint über den letzten Kilometer erkämpfte sie sich aber noch Platz neun. Auch Fladungs Laufleistung war ordentlich und mündete auf Rang 22.

Nicht mehr im Rennen war da bereits Ricarda Lisk, die nach fünf Kilometern vorsichtshalber ausstieg, nachdem sie das Laufen mit starken Schmerzen angegangen war. „Schon am Tag vor dem Wettkampf habe ich mir einen Lendenwirbel blockiert, mit dem ich öfter Probleme habe“, erklärte die Waiblingerin. Mit Schmerzmitteln liefen zwar Schwimmen und Radfahren recht gut, aber „als ich vom Rad stieg, kamen die Schmerzen zurück und ich hatte Probleme mich aufzurichten.“ Mit Taubheitsgefühlen im Arm beendete sie den Wettkampf letztlich vorzeitig.

Soweit kam es bei Daniel Unger im anschließenden Männer-Rennen zwar nicht, aber bei Temperaturen um 40 Grad hatte der Weltmeister von 2007 sichtlich Schwierigkeiten in der letzten Disziplin. Die Herren waren nach Schwimmen und Radfahren nahezu komplett zum abschließenden Laufen gekommen, so dass sich ein klassisches Ausscheidungsrennen entwickelte. Schnell setzten sich sieben Athleten um das spätere Siegertrio Brendan Sexton (AUS), Frederic Belaubre (FRA) und Hunter Kemper (USA) ab. Dahinter kämpfte Unger um ein gutes Resultat und belegte am Ende einen 14. Platz mit 1:21 Minuten Rückstand auf den Tagessieger und 1:06 Minuten auf einen Podiumsplatz.

Ergebnislisten unter: http://www.triathlon.org/results/

Zurück