Weltcuprennen in Monterrey: Ambitioniertes DTU-Quintett in Mexiko

06.05.2011 01:00 von Oliver Kubanek

„Das Schwierigste wird das Schwimmen“

Ein rundes Jubiläum feiern die Triathleten beim Rennen in Monterrey, Mexiko, an diesem Sonntag. Anfang Mai 1991 startete in St. Croix, U.S. Virgin Islands, erstmals die Elite des Ausdauerdreikampfs im Kampf um Weltcuppunkte. Zum 20-Jährigen Geburtstag hat auch die Deutsche Triathlon Union (DTU) eine Abordnung gesandt.

Das deutsche Athleten-Quintett hat dabei allerdings weniger die Historie im Kopf denn die Frage, inwieweit sich die Mühen der langen Vorbereitung auf die Form 2011 auswirken. Als „Hahn“ im Korb darf sich in Mexiko Daniel Unger fühlen, der als einziger DTU-Vertreter bei den Herren an der Startlinie stehen wird. Mit Sarah Fladung, Anne Haug, Ricarda Lisk und Rebecca Robisch hat Sportdirektor Wolfgang Thiel dagegen vier Damen für den Wettkampf nominiert.

Und die verfolgen durchaus ehrgeizige Ziele. „Erst einmal möchte ich einfach nur ein gutes Rennen machen und meinen momentanen Trainingsstand umsetzen“, sagt Ricarda Lisk zwar, hat aber auch eindeutige Ambitionen: „Mit einer Top 10-Platzierung wäre ich mehr als zufrieden.“ In ähnlichen Sphären möchte auch Rebecca Robisch die Ziellinie überqueren. „Ich erwarte mir einen Rang unter den ersten 15.“ Ihre Zuversicht beruht dabei auf den guten Trainingseinheiten und dem hervorragenden zweiten Platz beim Europacup im portugiesischen Quarteira, bei dem auch Lisk mit Rang fünf gut in die Saison kam. Umso mehr gilt dies für Anne Haug, die den Europacup mit ihrer bekannten Laufstärke gewann und der somit auch in Monterrey einiges zuzutrauen ist.

Allerdings hängt gerade in Mexiko vieles vom Rennverlauf nach der ersten Disziplin ab. „Das Schwierigste am Sonntag wird das Schwimmen, da wir viel zu viele Athletinnen für den kleinen Kanal sind“, beschreibt Lisk die Umstände. „Da gute Schwimmerinnen am Start sind, denke ich, dass vorne eine Gruppe weggeht.“ Favorisiert sind für die 30-Jährige daher die Amerikanerin Sarah Haskins und Liz Blatchford aus Großbritannien. Robisch hat zudem die Australierinnen Erin Densham und Emma Jackson auf der Rechnung. Als gute Schwimmerin kann auch Sarah Fladung darauf hoffen, beim ersten Wechsel den Anschluss nach vorne halten zu können und mit dieser Ausgangsposition ein positives Resultat zu erzielen.tl_files/dtu/Bilder/Oliver Kubanek/Ricarda Lisk-klein.jpg

Ein solches hat natürlich auch der Weltmeister des Jahres 2007, Daniel Unger, bei seinem internationalen Debüt 2011 im Sinn. Nach einem letzten gelungenen Formtest in der Schweiz ist er dabei recht zuversichtlich und seine innere Anspannung steigt langsam. „Es ist für mich immer eine etwas seltsam beklemmende Zeit von der letzten ordentlichen Trainingseinheit der Vorbereitung bis zum ersehnten Startschuss des ersten großen Rennens in einer neuen Saison.“

Diese Zeit wird am Sonntag beendet sein und um 13:30 Uhr Ortszeit wissen alle fünf DTU-Starter, was ihre Vorbereitung wert war und woran sie eventuell noch arbeiten müssen.

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-86436-724, E-Mail: kubanek@dtu-info.de



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