Rebecca Robisch und Steffen Justus im Doppel-Interview

16.06.2011 09:00 von Oliver Kubanek

„Wir können optimistisch ins Kitzbühler WM-Rennen gehen“

 

Vor zwei Wochen hieß die WM-Station der Triathlon-Elite Madrid, am kommenden Wochenende reisen die Kurzdistanz-Spezialisten in die Alpen. Kitzbühel bereitet sich auf das dritte Rennen der Weltmeisterschaftsserie vor. Genau dies haben auch Rebecca Robisch und Steffen Justus getan, die sich im Doppelinterview optimistisch zeigen und über ihre Chancen auf gute Resultate reden.

Hallo Rebecca Robisch, hallo Steffen Justus. Das nächste WM-Rennen steht in Kitzbühel an, wie sieht Ihre aktuelle körperliche und mentale Verfassung aus?

Justus: Ich fühle mich momentan wirklich super. Nach Madrid kann ich weiter optimistisch in die nächsten Rennen gehen, weil ich gesehen habe, dass ich vor allem auf dem Rad und beim Laufen gut drauf bin.

Robisch: Auch ich kann optimistisch ins Rennen gehen. Ich habe sehr gut trainiert und in dieser Saison bisher stabile Ergebnisse erzielt. Zudem konnte ich beim Europacup in Braschaat mit dem Sieg zudem einiges an Selbstvertrauen tanken.

Zuletzt in Madrid war das Schwimmen die mitentscheidende Disziplin…

Justus: Im Wasser habe ich jetzt gezielt noch viel gearbeitet, und das Schwimmen im Neopren-Anzug lief wirklich gut, so dass ich zeigen möchte, dass ich auch gut schwimmen kann. Das Schwimmen in Madrid lief aufgrund der besonderen Bedingungen ja auch für viele der Top-Schwimmer schlecht. Wenn das Schwimmen klappt, dann fallen die anderen Disziplinen gleich leichter.

Robisch: In Braschaat war ich beim Schwimmen vorne mit dabei. Auch in Kitzbühel will ich in der ersten Gruppe sein, als Basis für eine gute Platzierung. Auf dem Rad sollte ich mich nicht abhängen lassen und das Laufen geht aktuell sehr gut.

Mit welchen konkreten Erwartungen gehen Sie in den Wettkampf?

Justus: Kitzbühel ist das erste Rennen, in das ich wirklich gezielt hineingehe, was bedeutet, dass ich die Regeneration, die bei uns „tapern“ heißt, speziell auf den Wettkampf ausgerichtet habe. Einige der absoluten Top-Leute fehlen, so dass eine gute Chance besteht, das Ergebnis aus Madrid zu verbessern, sowohl für mich als auch für das gesamte Team.

Robisch: Das ist mein erstes Rennen in der WM-Serie. Sportdirektor Wolfgang Thiel hat mir daher keine Vorgaben gemacht, sondern ich soll vor allem Erfahrung und wenn möglich ein paar Punkte sammeln. Mein persönliches Ziel ist aber schon ein Rang unter den ersten 20. tl_files/dtu/Bilder/Oliver Kubanek/Robisch-klein.jpg

In der Vorberichterstattung des Herren-Rennens spielt der Name Chris McCormack eine große Rolle. Der Hawaii-Champion stellt sich den Kurzdistanz-Spezialisten. Was halten Sie davon?

Justus: Auf den Auftritt von Chris McCormack sind wir wirklich alle gespannt. Er hat angekündigt, dass er Olympia-Ambitionen hat und macht dies nun auch wahr. Für den Triathlon insgesamt ist das sicher eine gute Sache, weil er als Hawaii-Sieger natürlich auch viel Publicity mit sich bringt. Er hat ja auch gezeigt, dass er die Olympische Distanz beherrscht, schließlich war er sogar Weltmeister. Und wenn er sich im starken australischen Team durchsetzt, hätte er es definitiv verdient. Allerdings glaube ich schon, dass die meisten Top-Athleten ihn im Griff haben werden. Etwas krass finde ich, dass er erst vor zwei Wochen einen Ironman absolviert hat. Die meisten Leute, die selbst ich kenne, können sich dann zwei Wochen eigentlich gar nicht richtig bewegen.

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-86436-724, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

Zurück