Gutes Mannschaftsresultat für die DTU-Herren in Madrid

04.06.2011 01:00 von Oliver Kubanek

Jan Frodeno als Sechster bester deutscher Triathlet in Madrid

Es hat für die Starter der Deutschen Triathlon Union (DTU) nicht ganz gereicht für eine absolute Spitzenplatzierung beim zweiten Rennen der WM-Serie, aber als Team konnten die Mannen von Sportdirektor Wolfgang Thiel durchaus überzeugen. Jan Frodeno (6.), Maik Petzold (9.) und Steffen Justus (10.) schafften beim Sieg der britischen Brownlee-Brüder Alistair und Jonathan den Sprung unter die Top Ten.

„Bezogen auf die gesamte Mannschaft war das eine sehr souveräne Vorstellung“, war Thiel denn auch zufrieden mit den Leistungen seiner Athleten, zumal auch Gregor Buchholz als 17. und Christian Prochnow als 21. insgesamt nicht enttäuschten. „Es freut mich vor allem, dass Jan auf dem Weg zu alter Form ist, das gibt dem gesamten Team einen Schub.“ Einzig Sebastian Rank fiel mit seinem 34. Platz etwas ab, Jonathan Zipf musste mit muskulären Problemen beim Laufen aussteigen. „Sebastian wurde schon beim Schwimmen unter Wert geschlagen und musste dann auf dem Rad sehr viel arbeiten, das hat letztlich auch die Laufleistung beeinflusst.“

Für Frodeno und Petzold lief das Rennen vom Start weg genau so, wie sie es geplant hatten. Im Vorderfeld verließen beide das Wasser und konnten gemeinsam mit den großen Favoriten, neben den Brownlees auch der spätere Dritte Javier Gomez (ESP), dafür sorgen, dass sich auf dem Rad eine zwölfköpfige Führungsgruppe formierte. Diese arbeitete zudem so gut zusammen, dass die Verfolger bis zum zweiten Wechsel einen Rückstand von 1:30 Minuten hinnehmen mussten. „Leider war ich nach dem Schwimmen nicht gleich ganz vorne mit dabei, da musste ich auf dem Rad zwei Runden lang eine Menge tun, um in die Spitzengruppe zu kommen“, kommentierte Olympiasieger Frodeno. Noch ärgerlicher waren indes zwei Strafen für Maik Petzold, der seine Utensilien nicht gemäß der Richtlinien in der Wechselzone ablegte, so dass er 30 Sekunden warten musste, bevor er zum Laufen starten konnte.

Zu den genannten Verfolgern zählten die anderen DTU-Starter, die nach dem Schwimmen zwar zunächst in mehrere Gruppen verteilt waren, sich aber im Laufe der fünften Radrunde alle in einem großen Hauptfeld zusammenschlossen. „Das Schwimmen war extrem brutal, da haben an der Boje einige Zeit gelassen. Aber auf dem Rad konnte ich sehr offensiv arbeiten und so den Rückstand einigermaßen eindämmen“, hatte Vize-Weltmeister Steffen Justus die Hoffnung auf ein gutes Resultat zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgegeben.

Beim Ausscheidungsrennen auf den abschließenden zehn Laufkilometern demonstrierten die Briten sofort ihre Dominanz. Auch der dritte Platz vom Gomez kristallisierte sich schnell heraus, aber dahinter wählten die DTU-Athleten verschiedenen Taktiken. Nachdem Frodeno zunächst versucht hatte, das Tempo der Spitze mitzugehen, besann er sich auf sein eigenes Rennen und wurde guter Sechster. „Das harte Radfahren hat mich schon Körner gekostet, die mir beim Laufen ein wenig gefehlt haben.“ Petzold lief konstant auf Rang neun und Justus arbeitete sich mit der am Ende viertbesten Zeit Stück für Stück nach vorne, ohne seine Geschwindigkeit zu überziehen. „Nach dem Schwimmen habe ich noch das Optimale herausgeholt“, zeigte sich letztjährige WM-Zweite glücklich. tl_files/dtu/Bilder/Oliver Kubanek/Petzold-Rad-Madrid.jpg

Auch Buchholz und Prochnow teilten sich ihre Kraft so ein, das sie nach dem Laufen mit den bestmöglichen Resultaten ins Ziel kamen. Dagegen versuchte Jonathan Zipf gleich Boden gutzumachen. Zwar hatte sich der aktuell laufstärkste Deutsche schon nach zwei Runden auf Rang zehn gekämpft, musste aber letztlich das Rennen aufgeben. Sebastian Rank hatte nach schnellem Laufbeginn Probleme in der dritten Disziplin und sicherte mit anschließend gleichmäßigem Lauf einen 34. Rang.

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Oliver Kubanek, Tel.: 0231-86436-724, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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