Svenja Bazlen und Kathrin Müller zum WM-Rennen in Kitzbühel

19.06.2011 17:24 von Oliver Kubanek

"Unsere Trainingsgemeinschaft funktioniert bestens"

Hallo Svenja Bazlen und Kathrin Müller, Respekt und Glückwunsch für ein tolles WM-Rennen…

Müller: Danke. Das hat wirklich gut geklappt heute.

Bazlen: Das kann ich bestätigen, auch wenn ich zwischendurch ein paar schwächere Phasen hatte.

Der Rennverlauf und Ihre Taktik ähnelten ein wenig dem des letzten WM-Rennens in Madrid. Das war sicher kein Zufall, oder?

Müller: Der Rennverlauf war definitiv unser Ding, und das hatten wir auch so geplant. Schön, dass es wieder funktioniert hat. Das Schwimmen lief zwar etwas schlechter, auch weil wir mit Neoprenanzügen unterwegs waren, aber ich bin am Ende des Vorderfelds aus dem Schwarzsee gekommen und habe so den Anschluss an die erste große Radgruppe geschafft.

Bazlen: In Madrid haben wir gleich an der Spitze wechseln können, jetzt hatten wir ja noch ein Führungsduo vor uns. Aber ich muss sagen, dass ich eine richtig gute erste Schwimmrunde hatte, auf der zweiten wurde es hart, aber es reichte für die erste Gruppe.

Da ging es nur um wenige Sekunden, Ihre Teamkollegin Sarah Fladung war kurz nach Ihnen aus dem Wasser, letztlich aber in der zweiten Radgruppe…

Müller: Das lag auch daran, dass es nach dem Wechsel sofort ein Stück bergauf geht. Ich habe auf dem Rad sofort attackiert und konnte auch gleich andere Athletinnen etwas distanzieren. Auf meine Radleistung kann ich aktuell vertrauen.

Bazlen: Ich war froh, vorn mit dabei zu sein, denn auch auf dem Rad fühlte ich mich nicht wirklich gut, insbesondere am Anfang.

Zu Beginn funktionierte die Zusammenarbeit in Ihrer Radgruppe nicht so gut. Wie hat sich das geändert?

Müller: Ich habe immer wieder mal attackiert, auch um die beiden Führenden einzuholen. Das hat zwar nicht für einen Ausreißversuch gereicht, aber unser Tempo insgesamt erhöht. Nachdem die Lücke geschlossen war, konnte ich mich aber etwas zurückhalten und so ein paar Körner sparen.

Bazlen: Ich wollte noch ein paar Sekunden Vorsprung vor der zweiten Gruppe halten, die immer näher kam. Da habe ich auch zum Schluss noch versucht, am Tempo zu arbeiten. Das Radfahren ist ja schließlich auch meine Stärke, wenngleich ich mich heute schon auf das Laufen gefreut habe, da ich mich wie schon gesagt auf dem Rad nicht komplett wohl fühlte.

Im Laufen sah es zwischendurch nicht so gut aus bei Ihnen, Frau Müller. Täuscht der Eindruck?

Müller: Nein. Ich bin recht beherzt gestartet, hatte aber in der zweiten Runde Probleme. Die konnte ich glücklicherweise überwinden, auch weil ich mich an niemandem orientiert habe, sondern mein eigenes Tempo gefunden habe. Das hat sich ausgezahlt und die zweiten fünf Kilometer gingen richtig gut. tl_files/dtu/Bilder/Oliver Kubanek/Bazlen-Rad-Madrid.jpg

Sie trainieren zusammen. Ihre Trainingsgemeinschaft funktioniert offenbar sehr gut momentan…

Müller: Unsere Trainingsgemeinschaft funktioniert sogar bestens wie man sieht. Ich bin sehr zufrieden und ich denke, dass wir zwei mit einem großen Lächeln ins Bett gehen können heute Abend.

Bazlen: Ja, das sehen wir genau so wie Sie. Wir profitieren voneinander, es macht Spaß und wir freuen uns auch für die andere. Geteiltes Leid ist halbes Leid und doppelte Freude umso schöner.

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-86436-724, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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