Zweites WM-Rennen mit großem DTU-Herren-Aufgebot

03.06.2011 01:00 von Oliver Kubanek

"Ich freue mich richtig auf den Wettkampf"

Auf dem Frankfurter Flughafen hatte sich am Donnerstagmorgen eine recht große Reisegruppe zum Flug nach Madrid eingefunden. „Reiseleiter“ Wolfgang Thiel, Sportdirektor der Deutschen Triathlon Union (DTU), hatte zwölf Athletinnen und Athleten aus dem Nationalkader um sich versammelt, die beim zweiten Rennen der Weltmeisterschaftsserie 2011 in der spanischen Hauptstadt ihre aktuelle Form unter Beweis stellen sollen.

Voller Tatendrang präsentierten sich mit Blick auf den Wettkampf am Samstag Olympia-Sieger Jan Frodeno und Vize-Weltmeister Steffen Justus. „Ich freue mich richtig auf das Rennen“, so Frodeno. „Ich bin gut drauf und habe auch gut trainiert.“ Auch für Justus ist es Zeit, dass es endlich wieder los geht. „Wir hatten zwar schon ein Rennen in Sydney, aber nach dem Ausfall des Yokohama-Wettkampfs ist Madrid gefühlt ein bisschen wie der Saisonstart.“

Entsprechend ambitioniert stellen sich die zwei dem schweren Kurs rund um den Casa de Campo-Park, wenngleich sie kein Platzierungsziel formulieren. „Für mich ist es wichtig, wieder ein eigenbestimmtes Rennen zu machen und nicht auf andere zu reagieren. Und dann schauen wir mal, was dabei herauskommt“, gibt sich der Peking-Sieger von 2008 aber optimistisch.

Dies können auch die weiteren Herren sein. Bis auf Gregor Buchholz haben alle beim Bundesliga-Start in Paderborn vom vergangenen Wochenende ihre gute Form bewiesen. Maik Petzold, Christian Prochnow, Sebastian Rank und Jonathan Zipf gehen insofern selbstbewusst ins Madrider Rennen. „Über eine Top Ten-Platzierung würde ich mich schon freuen,“ hat beispielweise Rank konkrete Vorstellungen und hat auf seiner Favoritenliste auch einige seiner Mannschaftskameraden. „Neben Jan und Steffen sehe ich auch Jonathan Zipf ganz weit vorne.“ Bereits zum Auftakt in Sydney überzeugte Zipf als Siebter und bester Deutscher.

Allerdings ist die Strecke in Madrid immer für überraschende Resultate gut, da insbesondere der Radkurs mit einem langgezogenen Anstieg eher selektiv ist. „Der WM-Zirkus ist unberechenbar“, umschreibt Prochnow diese Konstellation, „da kommt es im Wettkampf auf jede Einzelheit an.“ tl_files/dtu/Bilder/Oliver Kubanek/Jonathan Zipf-DTU.jpg

Demgemäß unterschiedlich werden die einzelnen Renntaktiken aussehen. Während vor allem Petzold und Prochnow für eine Spitzengruppe nach dem Schwimmen arbeiten werden, setzen Justus, Rank und Zipf eher auf ihre Laufstärke. Für alle sieben DTU-Starter aber gilt, dass sie von Beginn an auf der Hut sein und die richtigen Rennentscheidungen treffen müssen.

Inwieweit dies gegen die starke Konkurrenz um Titelverteidiger Javier Gomez (ESP), die britischen Brownlee-Brüder Alistair und Jonathan oder auch David Hauss (FRA) gelingt, ist Samstag um 15:15 Uhr auf in einer einstündigen Zusammenfassung auf dem ZDF zu verfolgen. Livebilder gibt es um 10:06 Uhr unter www.triathlonlive.tv.

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-86436-724, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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