Stimmen zum WM-Heimrennen in Hamburg

16.07.2011 21:45 von Oliver Kubanek

Eine abschließende Bilanz der Auftritte der DTU-Herren beim WM-Rennen ist nicht ganz einfach zu ziehen. Selbst die Athleten wussten zum Teil ihre Resultate und vor allem die gezeigten Leistungen nicht komplett einzuschätzen. Im Hinterkopf aller ist aber definitiv das nächste Rennen am ersten Augustwochenende. Dann geht es in London um die ersten zwei Tickets für die Olympiade 2012 an der Themse.

Stimmen zum Heimrennen in Hamburg, laut Veranstalter das größtenTriathlon-Event der Welt:

Sebastian Rank:

In Hamburg hat bei mir bislang vieles nicht so gut geklappt, daher bin ich umso zufriedener mit meiner heutigen Leistung. Das ist auch wichtig für das Selbstvertrauen mit Blick auf das nächste Rennen in drei Wochen. Beim Laufen hatte ich versucht, in der zweiten Runde das Tempo zu verschärfen, um die Gruppe zu spalten. Am Ende war es dann sehr hart an Kahlefeldt und Clarke dranzubleiben, aber das Publikum in Hamburg pusht einen unheimlich nach vorn.

Jonathan Zipf:

Wir waren leider nur vier, die Tempo gemacht haben, als wir aus der zweiten Radgruppe nach vorne fahren mussten. Ich weiß gar nicht, was die anderen davon abgehalten hat mitzuarbeiten. Aber ich wollte auf gar keinen Fall mit Verspätung das Laufen beginnen, vor allem nicht hier in Hamburg. Da war ich dann zwischendurch sogar an der Spitze, aber zum Ende musste ich die erste Gruppe dann ziehen lassen.

Maik Petzold:

Ja, das war nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Positiv festzuhalten bleibt immerhin, dass das Schwimmen gut geklappt hat und dass ich auf dem Rad mit vorne dabei war, mir auch zwei Prämien sichern konnte. Aber im Laufen musste ich kontinuierlich mehr Rückstand hinnehmen. Da habe ich insgesamt bis London noch ein bisschen was zu tun.

Christian Prochnow:

Ich hatte am Anfang gedacht, dass wir uns auf dem Rad als erste Gruppe absetzen können, aber das hat leider nicht geklappt. Vielleicht wäre es dann auch im Laufen besser gegangen. Aber da ging letztlich nicht viel, das war von Anfang an schwer. Ich bin nicht zufrieden. In der letzten Radrunde hatte ich in guter Position einen Gang hoch geschaltet, dann aber keinen Druck mehr auf die Pedale bekommen. Da bin ich dann ins hintere Drittel der Gruppe zurückgefallen.

Jan Frodeno:

Ich bin sensationell geschwommen und auch auf dem Rad lief alles super, bis ich mir eine Schraube in den Vorderreifen gefahren habe. Aber das Rennen aufzugeben, daran habe ich nie gedacht, denn diesem Publikum muss man einfach dankbar sein. Das sind fachkundige und faire Zuschauer, die mich mit La Ola-Wellen gefeiert haben. Von Pech würde ich heute nicht unbedingt reden. Ich bin schon mal gestürzt in Hamburg, das war Pech. Auch wenn ich mich im Vorfeld etwas defensiver geäußert hatte, wollte ich hier eine Hamburger Goldmedaille holen, jetzt habe ich die goldene Hamburger Schraube gefunden. tl_files/dtu/Bilder/Oliver Kubanek/Rank- HH-klein.jpg

Gregor Buchholz:

Ich hatte keinen Defekt auf dem Rad, ich bin einfach muskulär geplatzt, wie das bei uns heißt. Das ist mir wirklich noch nie passiert. Ich bin aus der Radgruppe herausgefallen. Mir war zwar bewusst, dass die Belastung der letzten Zeit im Training schon recht hoch war, aber das soll ja nichts entschuldigen. Zum Glück benötige ich keine Punkte mehr, um in London zu starten, aber langsam sollten schon mal wieder ein paar neue hinzukommen.

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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