Damen-Sextett der DTU durchaus für Überraschungen in London gut

05.08.2011 10:19 von Oliver Kubanek

"Nur die erste Chance, einen der Olympia-Startplätze zu bekommen"

Beim WM-Rennen in London haben die Triathletinnen der Deutschen Triathlon Union (DTU) die erste Chance, sich einen Startplatz für die Olympischen Spiele an der Themse 2012 zu sichern. Die beiden besten deutschen Damen bekommen das begehrte Ticket, wenn sie unter die Top 12 kommen. Insgesamt sechs Starterinnen hat DTU-Sportdirektor Wolfgang Thiel für die olympische Generalprobe nominiert.

Die größten Chancen auf das geforderte Resultat hat ohne Zweifel Svenja Bazlen. Die Waiblingerin beendete die letzten drei WM-Rennen jeweils unter den besten Zehn, will sich aber für den Wettkampf rund um den Hyde Park nicht unter allzu großen Druck setzen lassen. „Natürlich ist London das wichtigste Rennen dieses Jahres, aber ich sehe es einfach als die erste Chance, einen der zwei oder drei Olympiaplätze zu bekommen“, so die 27-Jährige. „Ich werde alles dafür tun, das zu schaffen, aber wenn es nicht so sein soll, dann bekomme ich in Peking dieses Jahr die zweite Chance und nächstes Jahr dann irgendwo die dritte.“

Das gilt genauso für die weiteren deutschen Starterinnen, von denen Anja Dittmer und Ricarda Lisk schon bei Olympischen Spielen dabei waren, Lisk zuletzt in Peking 2008 und ohne die 35-Jährige Dittmer fand bislang sogar noch kein olympischer Triathlon statt. Allerdings ist die Saisonbilanz von beiden bis dato ziemlich bescheiden. Dittmer kam in Sydney zum Saisonstart immerhin auf Platz 16, wogegen Lisk in der WM-Serie nur in Madrid ins Ziel kam und dort 36. wurde. Beide haben das Heimrennen in Hamburg aus dem Programm gestrichen, um sich ganz speziell auf den Samstag in London vorzubereiten. Dittmer ist sogar noch einmal in die Höhe zum Training gegangen. Dies zeigt, dass die zwei auf eine erneute Olympiateilnahme brennen, die im Falle Dittmers zudem ein Novum in der Triathlonwelt darstellte.

Dies tun aber ebenso Anne Haug, Kathrin Müller und Rebecca Robisch. Die stabilsten Resultate aus diesem Trio lieferte in 2011 Kathrin Müller, aber der Kurs in London ist trotz leicht veränderter Streckenführung eher prädestiniert für die schnellen Läuferinnen, zu denen Haug und Robisch im deutschen Team zweifelsfrei zählen. Sollte Haug im Schwimmen nicht zu viel Zeit verlieren und den Anschluss schaffen, ist eventuell eine Überraschung möglich. Auch Robisch ist nicht chancenlos im Kampf um ein Olympiaticket, sollte sie bis zum Laufen in einer der vorderen Gruppen liegen. tl_files/dtu/Bilder/Oliver Kubanek/Bazlen-Rad-Madrid.jpg

Darüber macht sich Bazlen verständlicherweise weniger Gedanken, denn das war ihr bisher immer gelungen. Sie weiß aber auch, dass „London für den Kopf schon noch einmal eine andere Hausnummer ist als die bisherigen Rennen.“ Viele Nationen haben dort ihre Olympiaqualifikationen und von den Top-Athletinnen sind auch alle am Start, wenngleich die diesjährige Überfliegerin Paula Findlay aus Kanada angeschlagen ist. „Ich fühle mich topfit. Wenn ich einfach noch so einen Wettkampf mache, wie es mir zuletzt drei Mal gelungen war, dann ist alles geritzt. Aber die Anderen haben auch trainiert, letztlich entscheidet die Tagesform.“

Startschuss ist für die Damen Samstag um 9:06 Uhr (MEZ). Die ARD fasst das Rennen zwischen 15 und 16 Uhr zusammen, live dabei können Interessierte live unter www.triathlonlive.tv sein.

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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