Maik Petzold zur Bronzemedaille in der Teamstaffel

21.08.2011 17:13 von Oliver Kubanek

"Das war phänomenal"

Vor 14 Tagen war Maik Petzold der tragische Protagonist der Olympia-Qualifikation in London, die er hauchdünn verpasste. Bei der Sprint-WM in Lausanne wäre er fast wieder zur tragischen Figur geworden, weil er für die erste Staffel der Deutschen Triathlon Union durch einen Wechselfehler eine 15-Sekunden-Zeitstrafe verursachte. Am Ende konnte der Bautzener aber über eine Bronzemedaille strahlen.

Hallo Maik Petzold, herzlichen Glückwunsch zur WM-Bronzemedaille…

Vielen Dank. Eine Medaille mit dem Team ist definitiv etwas Besonderes. Was man so durchlebt während des Rennens ist emotional wirklich der Hammer.

Für zusätzliche Emotionalität haben Sie ja selber durch ein kleines Missgeschick gesorgt…

Ich hatte ein kleines Missgeschick eingebaut, indem ich zu früh aufs Rad gestiegen bin, ja. Das hatte ich erst gar nicht wahr genommen, aber als Svenja [Bazlen] auf der Strecke war, habe ich eine Wiederholung meines Wechsels gesehen und schon gedacht ‚Wow, ziemlich gewagt’. Und dann kam auch schon die Bestätigung, dass wir eine Strafe erhalten. Anja [Dittmer] hat mich dann zwar sofort ermuntert und gesagt, dass ich mir nicht allzu viele Gedanken machen soll, aber ich dachte nur: ‚Jetzt bin ich derjenige, der die Medaille versaut hat.’

Das Happyend war dann noch emotionaler, oder?

Genau, umso schöner war es dann, als Steffen [Justus] aus der Penalty-Box lossprinten konnte und noch immer auf Platz drei lag. Das war phänomenal. Und dann gemeinsam mit den anderen im Zielraum zu feiern, wunderbar. Denn eigentlich hatte ich nicht gedacht, dass David Hauss, der im Einzel immerhin Vierter war, so viel Rückstand von Steffen bekommt.

Was halten Sie unabhängig von der Medaille vom Teamwettbewerb?

Diese Staffel ist eine absolute Bereicherung. Ich bin schon in einigen Herrenstaffeln gestartet, aber die Mixed-Version ist noch genialer. Das beginnt schon beim Aufwärmen und dem Einlaufen, das man dann ja gemeinsam macht, das ist gleich eine sehr spezielle Stimmung. Zudem glaube ich auch, dass dieses Format sehr fernsehtauglich ist, und unseren Sport so auch medial voranbringt.

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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