Sebastian Ranks Countdown zur Olympiaqualifikation nach London

04.08.2011 16:42 von Oliver Kubanek

"Man kann noch einiges kaputt machen"

Die Konzentration der Nationalkaderathleten liegt seit Saisonbeginn auf diesem einen Wettkampf: Beim Weltmeisterschaftsrennen der Triathleten in London vergibt die Deutsche Triathlon Union ihre ersten Startplätze für die Olympischen Spiele an der Themse 2012 an die beiden bestplatzierten deutschen Starter, vorausgesetzt sie laufen unter den ersten Zwölf ein. Genau das hat Sebastian Rank vor und beschreibt kurz die letzten Tage.

Denn natürlich bedeutet diese Fokussierung eine monatelange Aufbauarbeit im Training, aber besonders entscheidend sind auch die direkten Wochen vor jenem 06. (Damen) beziehungsweise 07. (Herren) August. Rank war beim letzten Start in Hamburg hervorragender Vierter, die Strecke in London liegt ihm, nun berichtet er darüber, wie die Zeit zwischen beiden Rennen ausgesehen hat.

Hallo Sebastian Rank, der Jahreshöhepunkt steht an. Wie sehen die letzten Wochen vor so einem wichtigen Rennen aus?

Da kann ich zwar nur für mich sprechen, aber im Grundsatz dürften sich die Methodiken gleichen. Nach dem Rennen in Hamburg habe ich mich fünf Tage lang regeneriert. Da war ich auch zu Hause in Rostock und habe eine Art „Aktive Erholung“ betrieben. Auf dem Trainingsplan standen alle drei Sportarten, aber ich habe keine großen Umfänge absolviert und die Planung war auch durchaus flexibel gehalten.

Danach musste der Leistungsmotor vermutlich noch einmal gereizt werden…

Ja, zum folgenden Wochenende bin ich zurück zum Leistungsstützpunkt nach Saarbrücken gereist und habe wieder Geschwindigkeit aufgenommen. Insgesamt haben wir da noch einmal acht Tage lang etwas mehr Gas gegeben, die Intensitäten erhöht und zwei bis drei Einheiten am Tag trainiert. Ziel ist dabei, punktuelle Akzente zu setzen, und den Körper parallel nicht zu überfordern. Ich habe ein paar härtere Einheiten im Wasser und bei Tempoläufen gemacht, wogegen die Radausfahrten eher der Erholung dienten.

Trainieren Sie in dieser Phase noch mit den Teamkollegen?

Da spricht ja nichts gegen, und vor allem das Schwimmen findet in Gruppen statt. Allerdings habe ich tatsächlich recht viel allein trainiert, weil es wichtig ist, hier ein gutes Gleichgewicht zu finden und auf seinen Körper zu hören. Da reagiert jeder anders. Man kann in dieser Phase natürlich keine grundsätzliche Form mehr aufbauen, aber man kann definitiv noch einiges kaputt machen.

In den letzten Tagen haben Sie dann nur noch die Beine hochgelegt?

Zum Großteil ist das so. Aber wir machen zu keiner Zeit gar keinen Sport. Auf dem Programm steht an oberster Stelle zu entspannen, was auch bei lockeren Einheiten geschieht. Je nach Lust und Laune streut man dann noch mal eine kurze Vorbelastung mit Blick auf das Rennen ein, aber letztlich ruht man sich viel aus.

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

Zurück