Zwei Top 15-Platzierungen für die deutschen Herren beim WM-Finale

10.09.2011 10:03 von Oliver Kubanek

Maik Petzold in Peking als Neunter bester Deutscher

(Bilder: Frank Wechsel/ tri-mag.de)

Mit einer ordentlichen Mannschaftsleistung verabschiedeten sich die Herren der Deutschen Triathlon Union (DTU) aus der Weltmeisterschaftsserie 2011. Im Regen von Peking belegte Maik Petzold als bester Deutscher einen hervorragenden neunten Rang. Ihm am nächsten kam Jonathan Zipf als Elfter, Steffen Justus war im Ziel auf Platz 20 und Christian Prochnow auf 24. Jan Frodeno musste das Rennen aufgeben. Weltmeister wurde der Brite Alistair Brownlee.

Uneingeschränkt zufrieden war DTU-Sportdirektor Wolfgang Thiel mit diesem Resultat nicht. „Ich bezeichne den Wettkampfausgang mal als durchwachsen. Die Ränge neun und elf sind absolut in Ordnung. Aber bei Steffen hat man gesehen, dass er nach dem Olympiaqualifikationsrennen in London kaum Zeit hatte, seine Form wieder aufzubauen, und Christian war leicht verletzt ins Rennen gegangen.“

Dieses lief prinzipiell vor allem ganz nach Petzolds Geschmack. Nach einem schnellen Schwimmen konnte er in einer Führungsgruppe den Radsplit in Angriff nehmen. Zwar wuchs diese schnell auf 39 Athleten an, unter denen auch alle Top-Favoriten sowie seine Teamkollegen Justus und Zipf waren, doch auf die zweite Gruppe arbeiteten sich die Führenden einen komfortablen Vorsprung von gut einer Minute heraus. Leider nur zu den Verfolgern zählte dabei Christian Prochnow. Durch eine Rippenprellung, die er sich bei einem Sturz im letzten Vorbereitungsrennen eingehandelt hatte, konnte er nicht wie gewohnt im Vorderfeld aus dem Wasser steigen und fuhr daher hinterher.

Justus und Zipf ordneten sich dann vor dem zweiten Wechsel vorne in der Gruppe ein, doch konnten sie nicht gleich das hohe Tempo anlaufen, dass an der Spitze um die beiden Brownlee-Brüder und auch von Petzold angeschlagen wurde. „Da ist Maik sehr beherzt angelaufen“, so Thiel. „Diesem Tempo musste er nach zwei Runden etwas Tribut zollen, hat am Ende aber noch einmal anziehen können und sich im Sprint Rang neun gesichert.“ Während Justus in jeder Runde Zeit verlor, kämpfte sich Zipf in die abschließenden zehn Kilometer hinein und landete am Ende auf einen gutem elften Platz, der ihn im Gesamtklassement zum besten Deutschen machte.

Früh aus dem Rennen aussteigen musste Jan Frodeno. Ausgerechnet an der Stätte seines größten Erfolgs kamen einige Unglücke zusammen, die den Olympiasieger zum Aufgeben zwangen. In kalter und nasser Atmosphäre fühlt sich Frodeno ohnehin nicht wohl. Angetreten mit einer leichten Grippe, die ihn schon die letzten Wochen verfolgte, bekam er beim Schwimmen auch noch einen Schlag auf den Kopf. „Gleich beim Start hatte es Jan an der Schläfe erwischt, so dass ihm ein wenig schwindelig war. Die Kombination verschiedener Faktoren hat ihn dann nach einer Radrunde dazu bewogen, das Rennen zu beenden“, erklärt der Sportdirektor. tl_files/dtu/Bilder/Oliver Kubanek/Petzold_Peking- klein.jpg

Den Weltmeistertitel sicherte sich erwartungsgemäß Alistair Brownlee. Dessen Bruder Jonathan wurde in den Endabrechnung Zweiter, Dritter der Spanier Javier Gomez.

 

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Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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