Präsident Dr. Martin Engelhardt im Kurzinterview

05.11.2011 20:07 von Oliver Kubanek

"Wichtig ist, dass alle vernünftig miteinander umgehen"

Auf ihrem außerordentlichen Verbandstag haben die Triathleten einen neuen Verbandspräsidenten gewählt. Dr. Martin Engelhardt leitet ab sofort die Geschicke der Deutschen Triathlon Union (DTU). Engelhardt bestreitet dabei seine zweite Amtsperiode. Schon zwischen 1987 und 2001 stand er dem DTU-Präsidium vor. In einem kurzen Interview nennt er nun seine Motivation für den nochmaligen Antritt.

Hallo Herr Dr. Engelhardt, herzlichen Glückwunsch zur Wahl zum DTU-Präsidenten…

Vielen Dank.

Sie waren schon einmal in diesem Amt. Warum haben Sie sich für eine weitere Amtszeit entschieden?

Abgesehen von dem Bemühen verschiedener Personen, mich wieder verantwortlich einzubinden, da sind vor allem Reinhold Häußlein und der Landesverband NRW zu nennen, war für mich ausschlaggebend, dass die DTU in den letzten Jahren kein gutes Bild abgegeben hat. Da gab es unter anderem öffentliche Streitereien und Prozesse. Das möchte ich korrigieren helfen. Und wenn man an einer Sportart hängt, lässt man sich letztlich auch gern zur Verantwortung überreden.

Sie arbeiten zukünftig mit einem Team, das den Verband in den letzten Monaten auf eine neue Linie gebracht hat. War das auch ein Grund für Ihren Antritt?

Definitiv, das hatte ich ja schon kurz angedeutet. Die Kommunikation untereinander ist im Triathlon schon ein wenig besser geworden in den letzten Monaten und die Leute arbeiten mit Engagement, Authentizität und viel Ehrlichkeit. Darauf müssen wir aufbauen und weitere Verbesserungen anstreben.

Was sind in aller Kürze Ihre Ziele für den deutschen Triathlonsport?

Da ist zunächst einmal die Befriedung auf allen Ebenen, die bereits begonnen hat. Zudem können wir uns in einigen Bereichen professioneller aufstellen. Als Beispiel nenne ich mal die Wahrung der internationalen Interessen. Hier gilt es in Klein-Klausuren Ziele herauszuarbeiten und diese umzusetzen. Auch in Feldern wie dem Marketing oder der PR haben wir noch Entwicklungspotenzial. Und in den Bereichen, die bereits gut bearbeitet werden, muss dies kontinuierlich weiter geschehen. In der Jugendarbeit ist das beispielsweise so. Da geht mir das Herz auf, wenn ich sehe, dass Triathlon jetzt bei „Jugend trainiert für Olympia“ dabei ist.

Wie Sie schon sagten, machte die DTU in den letzten Jahren nicht immer eine glückliche operative und öffentliche Figur. Wie soll sich dies ändern?

Wichtig ist, dass alle Interessengruppen im Triathlon vernünftig miteinander umgehen und sich eine tragfähige Atmosphäre schaffen lässt. Ich sehe mich da vor allem als Moderator, der Ideen und Initiativen anstößt. Letztlich sollen alle Triathlonverantwortlichen eng zusammenarbeiten und mit dem Dachverband vernetzt sein.

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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