Erster ernsthafter Test beim Weltcup-Rennen in Mooloolaba

23.03.2012 13:30 von Oliver Kubanek

"Wer ohne Erwartung ins Rennen geht, kann sich nur überraschen"

Mit dem ersten Weltcup 2012 im australischen Mooloolaba läuten die Athleten der Deutschen Triathlon Union (DTU) die Olympische Saison ein. Erstmals trifft in diesem Jahr ein Teil der Top-Triathleten aus allen Kontinenten aufeinander. In Abstimmung mit DTU-Sportdirektor Wolfgang Thiel werden dabei auch jeweils vier deutsche Damen und Herren ihre aktuelle Form testen, bevor in vier Wochen das erste Rennen der Weltmeisterschaftsserie in Sydney stattfindet.

„Mooloolaba dient als Aufwärmphase für die anstehende Wettkampfsaison“, benennt Thiel den Planungshintergrund. „Eine hohe Erwartungshaltung ist daher noch nicht vorhanden, auch weil die harte Trainingslagerphase erst kurz beendet ist und die Anpassung an die Zeitverschiebung ebenfalls sehr kurz war.“ Allein zum Spaß treten Svenja Bazlen, Anne Haug, Ricarda Lisk und Rebecca Robisch bei den Frauen sowie Gregor Buchholz, Steffen Justus, Maik Petzold und Sebastian Rank bei den Männern aber auch nicht an.

Denn der Formaufbau stimmt, so dass alle mit Vorfreude auf den Weltcup schauen. „Das Rennen soll in erster Linie dazu beitragen, noch einmal richtig Wettkampfhärte für die nächsten Wochen zu bekommen. Ich denke, meine Form passt zu diesem Zeitpunkt und ich bin gespannt, wie es sich dann beim ersten Wettkampf im Jahr anfühlen wird“, formuliert stellvertretend der bereits für Olympia qualifizierte Steffen Justus. Und Teamkollege Maik Petzold ergänzt: „Im letzten Jahr erschien mir der Saisoneinstieg beim WM-Start in Sydney extrem hart. Ich gehe davon aus, dass ich mit einem etwas kleineren Rennen als Vorbereitung und als Formcheck ein besseres Resultat in Sydney erreichen kann.“

Entsprechend ist die Erwartungshaltung für das Wochenende, zumal die Konkurrenz, vor allem aus Australien, Frankreich und England bei den Herren, sowie Australien, der Schweiz und den USA bei den Damen hochkarätig ist. Auf den Punkt bringt sie Ricarda Lisk. „Manchmal ist es ganz gut, ohne große Erwartung in ein Rennen zu gehen. So kann man sich nur selbst überraschen“, und erhält dabei Zustimmung von Svenja Bazlen „Noch geht es um nichts für mich und ich erwarte auch nichts Großes, aber die Form kommt langsam.“

Definitiv wird der erste Weltcup erste Referenzwerte liefern, sowohl was die bisherige Vorbereitung für die DTU-Athleten erbracht hat, als auch was den Leistungsstand der Konkurrentinnen und Konkurrenten betrifft. Als Favoriten werden in ihrem Heimrennen oft Brad Kahlefeldt und Emma Moffatt genannt. Letztlich wird dieses erste Aufeinandertreffen aber spannend und es bleibt abzuwarten, wer sich auf dem Kurs mit zwei Anstiegen pro Runde auf der Rad- und Laufstrecke durchsetzen wird. Immerhin geht es auch um Punkte für das Ranking der Internationalen Triathlon Union und somit um die Sicherung internationaler Startplätze.

Glücklicherweise hat sich auch die Wetterlage im Osten Australiens wieder entspannt und passt so zur Haltung im DTU-Lager.

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

Zurück