Einstieg in die WM-Serie für fünf deutsche Triathletinnen

12.04.2012 18:34 von Oliver Kubanek

Besonderes Augenmerk auf Kathrin Müller

Der Weltcup in Mooloolaba Ende März war ein erster Aufgalopp für die Athletinnen der Deutschen Triathlon Union. Beim bevorstehenden Rennen der ITU World Series geht es am Samstag erstmals 2012 um Punkte für die Weltmeisterschaftswertung. Davon wollen die fünf deutschen Starterinnen möglichst viele ergattern und einen gelungenen Start in die Serie feiern.

„Jetzt wird sich zeigen, was die Vorbereitung für unsere Athletinnen gebracht hat“, schaut Sportdirektor Wolfgang Thiel auf das Rennen, möchte aber zu diesem Zeitpunkt der Saison noch keinen allzu großen Druck aufbauen. „Das Rennen ist für uns eine Standortbestimmung, in der die Starterinnen ihre Form testen.“ Nominiert für den Wettkampf, der auf einer neuen Strecke ausgetragen wird, hat er das Quintett Svenja Bazlen, Anja Dittmer, Anne Haug, Ricarda Lisk und Kathrin Müller. Auf Müller liegt dabei ein besonderes Augenmerk. Da sie drittbeste Deutsche im ITU-Ranking ist, hängt von ihrer internationalen Punkteausbeute auch die Anzahl der deutschen Olympia-Startplätze ab. Die Wahl-Freiburgerin war allerdings in der Vorbereitung lange verletzt, zeigt sich aber kämpferisch. „Für mich gibt es kein wirkliches Rantasten in dieser Saison. Jedes Rennen, was ich jetzt noch bis Ende Mai mache, zählt, und ich werde alle zu einhundert Prozent angehen.“

Letzteres gilt natürlich auch für ihre Teamkolleginnen, die allesamt schon einige Wochen in Australien weilen. „Ich konnte hier gut trainieren, habe die ersten härteren Einheiten gemacht, so dass ich mich fit fühle und bereit bin für das Wettkampfgeschehen“, so Bazlen. Gut präpariert sehen sich auch Haug und Lisk, wenngleich sie betonen, noch ein Stück von ihrer Bestform entfernt zu sein. „Im Schwimmen und auf dem Rad passt es, beim Laufen fehlt noch einiges“, erklärt Lisk. „Aber das Training lief zufriedenstellend, die Arbeit ist getan, und nun möchte ich sehen, wie der Stand der Dinge ist.“ Anne Haug plant, vor allem ihre neu erlernte Schwimmtechnik umzusetzen. „Ich möchte eine gute Leistung im Wasser abrufen und denke, dass ich ganz gut in Form bin. Aber da das ganze Training auf die Olympiaqualifikation in Madrid ausgelegt ist, ist es noch nicht die Topform.“

Die Basis haben also alle DTU-Athletinnen gelegt, nun steigt die Spannung und die heiße Saisonphase beginnt. „Ich bin positiv nervös und freue mich auf das Rennen“, beschreibt Haug ihre Stimmung und ist sich damit mit Svenja Bazlen einig. „Ich bin mal gespannt, wo alle leistungsmäßig stehen. Das ist am Anfang eines Jahres immer ziemlich spannend.“ Die Konkurrenz ist vor der weltberühmten Oper Sydneys auf jeden Fall beachtlich, so dass ein schnelles Rennen zu erwarten ist. Im Frauenrennen sind fast alle Top-Leute mit dabei, was den Wettkampf in Sydney zu einem echten Härtetest für die fünf deutschen Starterinnen machen wird.

Start der Frauen ist am 13. April um 23:36 Uhr deutscher Zeit. Übertragen wird das Rennen auf der Webseite www.triathlonlive.tv.

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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