ETU Europameisterschaften in Kraichgau am Sonntag

08.06.2012 14:18 von Oliver Kubanek

Challenge-Veranstalter und DTU gehen gemeinsame Wege

Am kommenden Sonntag finden im Rahmen des Challenge Kraichgau die ETU Europameisterschaften über die Mitteldistanz statt. Ein hochkarätiges Profifeld wird dann ebenso um den Sieg kämpfen wie Tausende Alterklassenathleten. Im Januar hatte die Europäische Triathlon Union auf Initiative des DTU-Präsidenten Dr. Martin Engelhardt die kontinentalen Titelkämpfe an die Challenge Family vergeben, auch weil die Veranstaltungen in Kraichgau (und auch Roth) hervorragend organisierte Events mit toller Atmosphäre sind.

Die Zahlen zum Event lesen sich beeindruckend: 3.880 Starter aus 38 Nationen, darunter mehr als 50 Profis, 7 beteiligte Kommunen, 20 involvierte Vereine und mehr als 2.000 Helfer.

Der Kampf um die Europameistertitel ist dabei spannend wie selten. Bei den Herren zählt mit Timo Bracht (Ebersbach), Sebastian Kienle (Karlsruhe) und Andreas Raelert (Rostock) ein deutsches Trio zu den Favoriten. Aber das Starterfeld, unter anderem mit Sylvain Sudrie (FRA) und dem Schweizer Maik Aigroz, ist sehr stark.

Das gilt in gleicher Weise für die Damen. Sonja Tajsich (Regensburg) und Julia Gajer (Ditzingen) wollen am Ende auf das oberste Podest steigen, doch da haben einige andere Damen wie etwa Vorjahressiegerin Yvonne van Vlerken aus den Niederlanden andere Pläne.

Auf der Pressekonferenz zum Event äußerten sich Veranstalter, Athleten und DTU-Geschäftsführer Matthias Zöll zu allen Fragen rund um die Challenge Kraichgau und die Mitteldistanz-EM:

Felix Walchshöfer (CEO Team Challenge):

Die DTU war im Dezember an uns herangetreten und hatte gefragt, inwieweit wir uns im Rahmen der Challenge-Rennen vorstellen könnten, die ETU-Europameisterschaften auszurichten. Das konnten wir und so haben wir nun den Zuschlag für die Mittel- und die Langdistanz-EM erhalten. Das ist auch auf die gute Zusammenarbeit mit der neuen DTU-Führung zurückzuführen, die so läuft, wie wir es uns seit langem vorgestellt haben.

Kraichgau ist auch bei den Mitteldistanzrennen das weltweite Aushängeschild der Challenge Family und der Wettkampf 2012 beweist das, indem die Organisatoren mit einem Topathleten-Feld aufwarten können, das es so stark noch nie hier gegeben hat.

Björn Steinmetz (Organisationsleiter Challenge Kraichgau):

Wir haben in Kraichgau die stärkste Mitteldistanz-EM, die es jemals gab. Wir wollen mit unserer Veranstaltung und dem hervorragenden Image diesen Titelkämpfen auch einen würdigen Rahmen geben, so dass sowohl die ETU als auch wir einen Mehrwert haben.

Matthias Zöll:

Wir haben uns als Mitgliedsverband der Europäischen Triathlon Union dafür stark gemacht, dass die Europameisterschaften in Deutschland stattfinden. Damit können wir Europa und der Welt zeigen, welch tolle Veranstaltungen hier organisiert werden. Gerade mit den Challenge-Wettkämpfen sind die Europameisterschaften nun an zwei hervorragende Events gegangen. Hier ist alles so, wie es sein soll, von der Athletenbetreuung bis zum Anti-Doping-Kampf. Generell wollen wir uns als Dachverband auf den Weg machen, weitere Meisterschaften nach Deutschland zu holen und uns dabei auch den professionellen Veranstaltern zu nähern. Diese Zusammenarbeit funktioniert aktuell wirklich gut und wird sich weiter positiv entwickeln.

Yvonne Van Vlerken:

Ich habe mich so sehr auf den Wettkampf gefreut, dass ich singend von zu Hause aufgebrochen bin. Aber Sonntag wird ein schweres Rennen, auch weil das Feld stärker ist als 2011. Da wollen sechs bis sieben Damen am Ende gewinnen.

Julia Gajer:

Ich habe meine Doktorarbeit im Herbst abgegeben und kann mich jetzt voll auf den Sport konzentrieren. Ich bin sehr gern im Kraichgau und erwarte ein spannendes Rennen, denn das Frauenfeld ist sehr stark. Ein EM-Titel machte sich gut in meiner Vita, vor allem bei der Konkurrenz.

Sonja Tajsich:

Ich habe über den Winter super gut trainiert, war aber jetzt zwei Wochen außer Gefecht. Daher habe ich meine Vorbereitung etwas umstellen müssen, aber vielleicht kommt mir das ja sogar entgegen, denn ich gehe auf jeden Fall ziemlich erholt in das Rennen, und das möchte ich gerne gewinnen.

Mir wurde von allen Seiten gesagt, dass der Wettkampf mit toller Stimmung und toller Atmosphäre etwas Einzigartiges sei, und da wollte ich auch mal dabei sein. Der Kurs ist anspruchsvoll, gerade auf der Radstrecke, aber das kommt mir entgegen.

Sebastian Kienle:

Ich will hier gewinnen und der Andi Raelert muss schon einhundert Prozent zeigen, wenn er seinen Titel verteidigen will, und ich hoffe, dass auch das nicht reicht. Das Teilnehmerfeld ist einer EM würdig und man kann hier definitiv nicht mit angezogener Handbremse siegen. Die große Konkurrenz verändert auch so manche taktische Überlegungen, denn dadurch muss man auch mal etwas riskieren, um am Ende zu triumphieren.

Timo Bracht:

Meine Beine sind aktuell ziemlich gut. Ich habe mich auch speziell auf die Challenge Kraichgau vorbereitet. Wir haben hier eine Konstellation über die Mitteldistanz, wie wir sie noch nie bei den Profis hatten: tolle Strecke, tolles Startfeld und ein schweres Format. Die Strecken sind so kurz, dass man Vollgas gibt, aber doch so lang, dass es weh tut. Taktisch wird das ein hochinteressantes Rennen und entscheiden wird die Tagesform.

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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