Jonathan Zipf im Interview vor dem Kitzbüheler WM-Rennen

21.06.2012 16:37 von Oliver Kubanek

"Ich hoffe auf eine große Gruppe und eine Laufentscheidung"

Madrid, Darmstadt, Kitzbühel. So lautet die Wettkampfreiseroute einiger DTU-Nationalkaderathleten in den letzten Wochen. Unter ihnen auch Jonathan Zipf, der mit seinem zwölften Platz in Madrid die Olympiqualifikation verpasst hatte und nach einem verkorksten zweiten Wechsel bei den Deutschen Meisterschaften in Darmstadt "nur" Rang drei belegte. Seine nächste Station sind die österreichischen Alpen, wo das vierte Rennen der WM-Serie ansteht. Im Gespräch spricht Zipf über seine Vorbereitung auf diesem Wettkampf.

Hallo Jonathan Zipf, Olympiaqualifikation in Madrid, Deutsche Meisterschaft in Darmstadt, nun das WM-Rennen in Kitzbühel. Stressige Wochen...
Ja, das stimmt. Nach den deutschen Meisterschaften habe ich mir erst mal drei Tage "frei" genommen. Schon nach dem Olympiaqualifikationsrenen in Madrid Ende Mai war ich einfach nur kaputt und konnte mich kaum regenerieren. Auch während und nach Darmstadt war das nicht viel besser. Deshalb musste ich körperlich und auch mental erst einmal ein wenig zurücknehmen und klar werden. 
 
Wie sah danach Ihre Vorbereitung für das kommende Wochenende aus?
Danach stand dann für mich ein so genannter "Grundlagenblock" in Saarbrücken an. Für Kitzbühel konnte ich deshalb jetzt nicht zu einhundert Prozent tapern, habe aber aber auch im Vorfeld nicht die ganz schnellen Einheiten trainiert. Die diesjährige Saison ist lang und das Training vor und nach Madrid war entsprechend dem Fokus auf die Olympiaqualifikation so wenig, dass es ohne einen weiteren ordentlichen Ausdauerblock nicht funktionieren würde. Ich hoffe trotzdem, dass die davor antrainierte Schnelligkeit und Wettkampfhärte für ein gutes Ergebnis reicht.
 
Der Start in Kitzbühel war aber schon lange geplant?
Kitzbühel ist gut mit dem Auto zu erreichen und deshalb wollte ich das Rennen auf jeden Fall mitnehmen. Dort gehe ich relativ relaxt an den Start. Top Ten ist das Ziel, damit wäre ich super zu frieden. In den darauf folgenden Wettkämpfen in Hamburg und in Stockholm darf es dann ruhig auch besser sein :-).
 
Die Wettervorhersage klingt nicht gut, es ist mit Regen zu rechnen am Sonntag. Welchen Rennverlauf wünschen Sie sich?
Zum Wetter kann ich nur sagen, dass es nicht zu ändern ist. Im Allgemeinen komme ich mit schlechtem Wetter gut zurecht. Das Rennen wird hoffentlich so verlaufen, dass es ziemlich schnell eine große Gruppe gibt und dann alles auf eine Laufentscheidung hinaus läuft.
 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56 oder 0178-1479833, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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