Beim Heimwettkampf insgesamt 14 deutsche Triathleten mit dabei

19.07.2012 16:26 von Oliver Kubanek

"Ich möchte zeigen, dass mit mir wieder zu rechnen ist"

Nicht weniger als 14 Starter aus dem Nationalkader der Deutschen Triathlon Union werden sich beim Hamburger Triathlon-Wochenende den zahlreichen deutschen Triathlonfans präsentieren. Zu den Olympiastartern greifen acht weitere deutsche Damen und Herren in den Kampf um internationale Punkte ein und haben dabei durchaus ambitionierte Zielsetzungen.

Den hohen Stellenwert der beiden Hamburger Rennen verdeutlicht der Umstand, dass beim „Heimrennen“ rund um den Hamburger Rathausplatz mit Sarah Fladung (Saarbrücken), Anja Knapp (Dettingen), Ricarda Lisk (Waiblingen) und Kathrin Müller (Freiburg) sowie Franz Loeschke, Christian Prochnow (beide Potsdam), Sebastian Rank (Rostock) und Jonathan Zipf (Saarbrücken) zum Olympiateam (s. Nebenbericht) jeweils vier weitere Frauen und Männer der DTU in die Binnenalster springen werden.

„Wir haben einerseits das Olympiateam am Start“, erklärt Sportdirektor Wolfgang Thiel. „Und wir haben die Kaderathleten am Start, die sich nun auf die WM-Serie konzentrieren können.“ Die Erwartungshaltung im Betreuerstab ist mit Blick auf diese acht recht optimistisch. „Sie wollen sich von ihrer besten Seite zeigen und in der WM-Wertung punkten.“

„Eine Top Ten-Platzierung halte ich für möglich, wenn ich mit einer kleineren Gruppe vom Rad steige“, unterstreicht Christian Prochnow diese Einschätzung, schränkt aber auch ein. „Mit meinen Erwartungen sollte ich realistisch bleiben. Es wird mein zwölfter Wettkampf in dieser Saison. Wie viel Körner da noch im Körper sind, werden wir sehen.“ Aber vor dieser Kulisse und bei der Atmosphäre will er unbedingt das Renngeschehen mitbeeinflussen. Genau wie Teamkollege Jonathan Zipf. „Letztes Jahr ist mir in Hamburg ein neunter Platz gelungen, das will ich auf jeden Fall wiederholen. Auch die Tatsache, dass es sich um ein Sprintrennen handelt, kommt mir eigentlich sehr entgegen. Nach oben soll deshalb alles offen sein“, schmunzelt er, wird aber ob der bisher zäh verlaufenen Saison wieder ernster. „Ich möchte endlich zeigen, dass wieder mit mir zu rechnen ist.“ tl_files/dtu/Bilder/Athleten_Trainer_Betreuer/DTU_Nationalmannschaft/Christian Prochnow/Paule Madrid-Lauftrio.jpg

Das hat auch Ricarda Lisk im Blick, die zuletzt nicht ganz glücklich mit ihren internationalen Auftritten war. Das soll sich in Hamburg ändern, wo die zeitliche Nähe zu Olympia die Organisatoren dazu bewogen hat, zwei Sprintrennen absolvieren zu lassen, damit die Olympioniken ebenfalls starten können und für hochklassige Teilnehmerfelder gesorgt ist. Die Waiblingerin findet das allerdings „etwas schade“, wenngleich die Veranstalter ihre Begründung sicher gerne hören: „Da kann man die tolle Atmosphäre nur eine Stunde lang genießen.“

Genießen können diese auch die Triathlonfreunde, die nicht in Hamburg weilen. Am Samstag ist die ARD-Sportschau zwischen 18:15 und 19:45 Uhr live beim Herrenwettkampf (Start 18:26 Uhr) dabei, und am Sonntag zeigt das ZDF Ausschnitte des Damensprints (Start 16:06 Uhr).

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56 oder 0178-1479833, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

Zurück