Julia Gajer möchte in Roth ihren zweiten EM-Titel 2012

05.07.2012 12:26 von Oliver Kubanek

"Der EM-Titel über die Langdistanz ist mein absoluter Traum"

Julia Gajer hat Anfang Juni beim Challenge Kraichgau den offiziellen Europameistertitel der Europäischen Triathlon Union über die Halbdistanz erringen können. Nun tritt sie auch über bei der Langdistanz-EM beim Challenge Roth an und hat natürlich den zweiten Titel im Visier. Über den Weg dahin sprach sie im kurzen Interview mit der DTU.

Hallo Julia Gajer, nach der Halbdistanz-EM war vor der Langdistanz-EM. Welche Erkenntnisse haben Sie aus dem Wettkampf in Kraichgau gewonnen?

Bei mir lief die Halbdistanz-EM im Kraichgau nahezu perfekt (lacht). Eine Langdistanz ist aber ein ganz anderes Pflaster. Wir haben also versucht, die hervorragende Form, die ich den Halbdistanzrennen in diesem Jahr hatte, auf die Langstrecke zu übertragen.

Wie sah nach dem Rennen in Kraichgau das Programm von Regeneration und Formaufbau für Roth aus?

Ich habe nach dem Rennen im Kraichgau erstmal eine ruhige Woche eingelegt, da ich ausreichend erholt in die Vorbereitung für Roth gehen wollte. Das ist mir vollends gelungen. Beim Stadttriathlon in Erding, eine Woche nach der EM im Kraichgau, habe ich mich wieder sehr gut gefühlt. Nach dem Rennen in Erding habe ich dann einen anderthalbwöchigen Trainingsblock absolviert. In dieser Zeit habe ich sehr hart trainiert, habe aber durchweg ein gutes Gefühl bei den Einheiten gehabt.

Was sind Ihre Zielsetzungen für das Rennen in Roth? Wie schätzen Sie die Konkurrenz ein? Wer zählt zu den Leuten, auf die es zu achten gilt?

Das Frauenrennen ist ausgeglichener und deutlich stärker besetzt als im vergangenen Jahr, also absolut EM-würdig. Der EM-Titel über die Langdistanz wäre mein absoluter Traum. Ich möchte am Renntag vor allem alles aus mir herausholen und ein Superrennen zeigen. Wenn dann alles passt und das nötige Quäntchen Glück auf meiner Seite steht, kann ich mir diesen Traum erfüllen.

Als absolute Favoritin für den Wettkampf sehe ich Rachel Joyce. Sie hat sich in den letzten Jahren stark verbessert und war dieses Jahr schon Zweite beim Ironman Melbourne in 8:46 h. Natürlich habe ich auch Sonja Tajsich auf der Rechnung. Die Langdistanz ist ihre besondere Stärke, sie hat sich kontinuierlich weiterentwickelt und kann auf eine Menge Erfahrung bauen.

Wie sehen Sie als Elitestarter Wettkämpfe wie die EM in Roth für die Hobbyathleten? Wie für die deutsche Triathlonszene generell?

Ich denke, dass es für die Hobbyathleten eine riesige Motivation ist, in einem Rennen gemeinsam mit den Profis um die EM-Titel zu kämpfen. Gerade diese Nähe zwischen Amateur- und Profiathleten macht die besondere Atmosphäre bei solchen Rennen aus. Für die deutsche Triathlonszene ist die Vergabe der EM ins Kraichgau und nach Roth eine absolute Bereicherung. Der Titel an sich wird enorm aufgewertet und man kann sicher sein, dass es absolut würdige Titelträger geben wird.

Welchen besonderen Tipp haben Sie für die zahlreichen Agegrouper?

Genießt das Rennen und versucht die einzigartige Stimmung und Wettkampfatmosphäre in Roth aufzunehmen!

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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