Olympiastarter in Hamburg mit letztem Formcheck vor London

19.07.2012 16:17 von Oliver Kubanek

"Ich freue mich, weil es das Hamburger Rennen ist"

Beim Hamburger Triathlon-Wochenende nehmen die sechs Olympiastarter der DTU die Gelegenheit wahr, sich den zahlreichen deutschen Triathlonfans zu präsentieren. Zudem wollen sie gut zwei Wochen vor den olympischen Wettkämpfen in London ihre aktuelle Form testen. Über eine Sprintdistanz möchte das deutsche London-Sextett ein gehöriges Wort um die vorderen Platzierungen mitreden.

Nach seiner langen Verletzungspause steht dabei speziell die Leistungsstärke von Olympiasieger Jan Frodeno (Saarbrücken) im Blickpunkt. „Ich bin nach dem letzten Wettkampf in Kitzbühel auch im Lauftraining gut durchgekommen und habe keine Probleme gehabt“, sieht sich der 30-Jährige auf einem guten Weg. „Es macht vor allem viel Spaß wieder mit dem Team zusammen trainieren zu können“, ergänzt er mit Blick auf die Olympiamannschaft, zu der auch Steffen Justus (Saarbrücken) und Maik Petzold (Bautzen) bei den Herren sowie Svenja Bazlen (Freiburg), Anja Dittmer (Neubrandenburg) und Anne Haug (München) zählen.

Diese ist beim „Heimrennen“ rund um den Hamburger Rathausplatz komplett am Start, neben jeweils vier weiteren Frauen und Männern aus dem DTU-Nationalkader (s. Nebenbericht). Entsprechend viel Arbeit kommt somit auch auf Sportdirektor Wolfgang Thiel zu. tl_files/dtu/Bilder/Athleten_Trainer_Betreuer/DTU_Nationalmannschaft/Svenja Bazlen/Svenja Bazlen HH-ganz klein.jpg

„Wir treten hier quasi mit zwei Teams innerhalb der DTU an“, umschreibt er die besondere Konstellation, die durch die Olympischen Spiele in London Anfang August hervorgerufen wird. „Für das Olympiateam bedeutet Hamburg den Abschluss einer harten Trainingsphase. Das Rennen ist gut geeignet den Block mit einer großen Belastung abzuschließen“ Dennoch erwartet Thiel durchaus sehr gute Ergebnisse. „Die sechs wollen demonstrieren, dass ihr Training in den letzten Wochen gefruchtet hat.“

Elfter und vermutlich letzter Start von Maik Petzold

Dies kann Svenja Bazlen nur bestätigen. „Ich freue mich auf das Rennen, weil es ein Sprint ist, und vor allem weil es Hamburg ist“, sagt die Wahlfreiburgerin. „Insofern möchte ich auch demonstrieren, dass ich topp trainiert habe und unter die besten Zehn kommen.“ Voller Vorfreude ist auch Maik Petzold, der zum mittlerweile elften Mal bei diesem Event mit dabei sein wird. „Mit einem lachenden und einem weinenden Auge werde ich den wohl letzten Start in der höchsten Triathlonliga auf deutschem Boden erleben. Für mich war und ist das Rennen in Hamburg einzigartig. Hier habe ich über ein Jahrzehnt miterlebt, wie unser Sport gewachsen ist und wir mit ihm.“ Eine Platzierung will er indes nicht vorgeben, hofft aber auf ein schnelles Rennen. tl_files/dtu/Bilder/Athleten_Trainer_Betreuer/DTU_Nationalmannschaft/Maik Petzold/Petzold-Laufen-Madrid.jpg

Darin ist er sich auch mit Steffen Justus einig. „Meine Form ist definitiv gut umd am Samstag gibt es dazu eine Art Update in einem besonderen Leistungscheck. Ich werde alles aus mir herausholen und dann sehen wir, wo dies in der Ergebnisliste hinführen wird.“

Sehen können die Rennen auch alle Triathlon- und Sportfreunde, die nicht vor Ort sein werden. Am Samstag ist die ARD-Sportschau zwischen 18:15 und 19:45 Uhr live beim Herrenwettkampf (Start 18:26 Uhr) dabei, und am Sonntag zeigt das ZDF Ausschnitte des Damensprints (Start 16:06 Uhr) in der Sportreportage ab 17 Uhr.

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56 oder 0178-1479833, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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