Überzeugende Juniorinnen beim Europacup in Tabor

31.07.2012 14:27 von Oliver Kubanek

Sarah Wilm siegt auch auf internationalem Parkett

Mit überzeugenden Leistungen warteten die deutschen Juniorinnen beim Nachwuchs-Europacup im tschechischen Tabor auf. Allen voran Sarah Wilm aus Freiburg, die nach 1:02:05 Stunden als Erste ins Ziel lief. Ihr nur wenig nach standen Sarah Neukam als Vierte und Laura Sprißler als Fünfte. Beim männlichen Nachwuchs war Uli Hagmann nach 56:43 Minuten als Elfter bester DTU-Starter.

Insgesamt 38 Athletinnen und 76 Athleten waren in Tabor an den Start gegangen und die deutschen Betreuer um die Nachwuchstrainer Dan Lorang und Johannes Gesell waren gespannt, wie sich ihre Schützlinge auf der Zielgeraden einer langen Saison, die bereits im April mit der Europameisterschaft in Eilat einen ersten Höhepunkt hatte, nochmals präsentieren würden. Und wie schon in Israel, als Wilm eine Bronzemedaille gewann, stach sie aus dem guten deutschen Team noch heraus: mit ihrem ersten Sieg auf internationalem Parkett.

Im Juniorinnenlauf war es nach dem Schwimmen und Radfahren eine Gruppe von sieben Athletinnen, die zusammen auf die Laufstrecke gingen. Mit dabei: das deutsche Trio Neukam, Sprißler und Wilm Neukam sowie die amtierende Europameisterin aus Großbritannien Georgia Taylor-Brown. Gleich auf den ersten Metern übernahm Wilm die Führung und konnte schnell einen Abstand von 10 Sekunden zwischen sich und ihre Verfolgerinnen bringen. Fortan lief sie ein konstantes Rennen und triumphierte am Ende mit einem Vorsprung von 16 Sekunden auf die Zweitplatziert Taylor-Brown und deren Landsfrau Sophie Coldwell als Dritte. Um die Plätze dahinter wurde erbittert gekämpft. Im Endspurt belegte Neukam Rang vier und Sprißler konnte noch an Zsanett Horvath (Ungarn) vorbeiziehen und den fünften Platz erlaufen.

Das deutsche Teamresultat komplettierten Sophie Saller auf Rang 18 und Julia Schuebel auf Platz 22. Marlene Gomez-Islinger kam nicht ins Ziel.

Bei den Junioren war die Erwartungshaltung im Vorfeld etwas niedriger: jede Platzierung unter den Top 20 durfte als Erfolg gewertet werden. Insofern konnte vier der DTU-Nachwuchsathleten als Elfter (Hagmann), Zwölfter (Simon Weiss), 15. (Valentin Wernz) und 19. (Max Fetzer) ebenfalls zufrieden die Heimreise antreten. Robert Wimmer kam als 31. ins Ziel.

Im Wettkampf bildeten sich nach dem Schwimmen mehrere Gruppen mit jeweils 20-30 Sekunden Abstand. Hagmann, Weiss, Wernz und Fetzer schafften alle den Sprung in die zweite Radgruppe und hielten sich dort bis zum Laufen.Auf den fünf Abschlusskilometern versuchte dann jeder, für sich zum Ende der Saison nochmals eine gute Leistung abzurufen, was grundsätzlich auch allen dreien gut gelang, wenngleich Hagmann etwas unzufrieden im Ziel, wäre die Top Ten sicherlich drin gewesen. Aber im „Laktatrausch“ hatte er sich beim Rundenzählen vertan und seinen Endspurt eine Runde zu früh angesetzt. Dieser Kraftakt kostete ihn an Ende drei bis vier Plätze.

Text: Dan Lorang

tl_files/dtu/Bilder/Nachwuchs/Tabor-EC-Gruppe-klein.jpg

Zurück