Anne Haug nach dem Olympia-Triathlon 2012

04.08.2012 19:24 von Oliver Kubanek

"Mehr war heute nicht drin"

Beste Deutsche beim Olympiatriathlon 2012 in London: Als Anne Haug vor fünf Jahren als Altersklassenathletin in Hamburg gestartet war, hatte sie von einer solchen Schlagzeile nicht zu träumen gewagt. Nun wurde sie Elfte beim olympischen Triathlon und lief die abschließenden zehn Kilometer so schnell wie die Olympiasiegerin Nicola Spirig aus der Schweiz.

Hallo Anne Haug, Elfte und beste Deutsche bei Olympia. Glückwunsch…

Ja, vielen Dank. Ich bin absolut zufrieden. Ich habe das Optimum, das heute möglich war, herausgeholt. Mein Ziel war es, nach dem Schwimmen in der zweiten Gruppe zu sein, das hatte geklappt. Auf dem Rad hat dann leider keiner mitgearbeitet, und da stand ich vor der Entscheidung, mich auf dem Rad zu opfern oder mit einem guten Laufen noch voran zu kommen. Und ich denke, meine Entscheidung war die richtige. Mehr war dann einfach nicht drin.

Wie haben Sie das olympische Rennen und die Stimmung erlebt?

Die Atmosphäre rund um das Rennen war unbeschreiblich. Tausende von Zuschauern, die in Zehner-Reihen an der Strecke standen. Das hat einen enorm beflügelt und war für mich eine tolle Situation und ein fantastisches Erlebnis. Ich kann sagen, dass ich so etwas noch nie in meinem Leben erlebt habe.

Ist Platz elf bei Olympia der bisherige Karrierehöhepunkt?

Schwierige Frage. Ich hätte schon gerne die Top Ten erreicht, und wenn man meine Laufzeit sieht, die ungefähr so war, wie die der Siegerin, denkt man: Hey, da hätte ich mitlaufen können. Aber wenn mir vor fünf Jahren jemand gesagt hätte, dass ich überhaupt bei Olympia dabei bin...

Und wie geht diese Karriere weiter?

Mein erstes Ziel ist nun erst einmal die WM-Serie 2012. Das Fernziel ist Rio 2016, also Olympia.

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56 oder 0178-1479833, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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