DTU-Athleten wollen bei Olympia möglichst weit vorne landen

05.08.2012 21:23 von Oliver Kubanek

"Die letzten Trainingseinheiten liefen wirklich super"

Die Spannung der Athleten und der Betreuer der Deutschen Triathlon Union steigt. Nur noch ein Tag und die Entscheidung im Olympia-Triathlon der Männer (7. August, 12:30 Uhr deutscher Zeit) steht an. Titelverteidiger Jan Frodeno, Steffen Justus (beide Saarbrücken) und Maik Petzold (Bautzen) werden darum kämpfen, möglichst eine Medaille für die DTU zu erringen und die drohende Übermacht der britischen Brüder Alistair und Jonathan Brownlee zu verhindern.

Bestens vorbereitet sind sie auf jeden Fall. „Alle drei sind fit und gehen gut gerüstet in den Wettkampf“, erklärt DTU-Sportdirektor Wolfgang Thiel. Hinsichtlich seiner Erwartungshaltung gibt er sich dennoch zurückhaltend. „Wunsch und Realität sind immer zwei verschiedene Dinge. Und vermutlich wird es hier in London nur um einen Medaillenplatz gehen, weil die Brownlee-Brüder schon sehr stark sind. Insofern erwarte ich erst einmal einen Platz unter den ersten zehn und jeder Platz darunter ist etwas näher am Traumergebnis dran.“

Das heißt aber nicht, dass sich das deutsche Trio verstecken, sondern aktiv daran arbeiten wird, keine britische Dominanz aufkommen zu lassen und auf eine Laufentscheidung hinzuarbeiten, in der möglichst mindestens einer der drei eine entscheidende Rolle spielen kann. „Die letzten Trainingseinheiten liefen wirklich super“, beschreibt stellvertretend Maik Petzold die gute Basis der deutschen Triathleten für den Dienstag, auch wenn es schwierig sei, „normal“ zu trainieren wegen all der Sicherheitsschleusen. „Aber es ist definitiv ein sehr schönes Gefühl Teil dieses Großereignis zu sein. Ich genieße das zu einhundert Prozent mehr als bei meinen ersten Spielen in Athen, besonders das multikulturelle Zusammentreffen in der Mensa und im Olympischen Dorf.“ tl_files/dtu/Bilder/Athleten_Trainer_Betreuer/DTU_Nationalmannschaft/Maik Petzold/Petzold_Peking- klein.jpg

In diesen Aspekten weiß er sich mit seinen Teamkollegen einig. Doch vor allem Titelverteidiger Jan Frodeno wird beim Wettkampf im Fokus stehen und muss sich wiederholt zu seinem großen Auftritt von Peking äußern. „Ich habe zwei komplett verschiedene Vorbereitungen absolviert: vor Peking in aller Ruhe und ohne große Probleme und nun nach langer Verletzung ist die Fokussierung eine ganz andere. Dafür nehme ich die Erinnerungen und die Bilder von 2008 als Motivation und nutze das jeweilige Freudenmoment, um die aktuell immer mehr werdenden nervösen Momente zu verdrängen“, so der 30-Jährige. „Ich bin fit und es hat richtig Spaß gemacht in den letzten Wochen, weil mich meine Verletzung nicht mehr behindert hat.“

Von der Präsenz des Olympiasiegers und der Aufmerksamkeit um Frodeno profitieren kann eventuell der dritte DTU-Starter im Bunde: Steffen Justus. Justus nennt offiziell eine Top-Ten-Platzierung als Ziel, befindet sich aber in einer hervorragenden Form und hat in 2012 schon mehrfach bewiesen, dass er zu den Top-Läufern der Triathlonszene zählt. „Ich möchte im Schwimmen wie in Hamburg eine gute Leistung abrufen und vorne mit dabei sein und dann möglichst in der Spitzengruppe auf die Laufstrecke gehen.“

Ob den drei DTU-Startern genau dies gelingt, können Triathlon- und Sportfreunde am Dienstag, den 7. August ab 12:30 Uhr MEZ beobachten. Übertragen wird das Rennen an diesem Tag im ZDF.

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Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56 oder 0178-1479833, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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