Steffen Justus als Zwölfter bester Deutscher beim Sprint

25.08.2012 16:51 von Oliver Kubanek

"Insgesamt ein eher enttäuschendes Ergebnis"

Mit Platz zwölf nach 55:39 Minuten erzielte Steffen Justus (Saarbrücken) das beste deutsche Ergebnis beim Sprint-Triathlon in Stockholm. Beim Sieg des Briten Jonathan Brownlee (54:24 Minuten) vor dem Spanier Javier Gomez hatten die Starter der Deutschen Triathlon Union leider frühzeitig den Anschluss an die Spitze verpasst. Die übrigen Resultate aus deutscher Sicht sind Platz 14 durch Gregor Buchholz (Saarbrücken), Rang 20 von Franz Löschke (Potsdam), Platz 35 von Maik Petzold (Bautzen) sowie Rang 37 durch Christian Prochnow (Potsdam).

„Insgesamt war das heute ein eher enttäuschendes Ergebnis“, zeigte sich Reinhold Häußlein, Vize-Präsident Leistungssport der Deutschen Triathlon Union, wenig angetan von den Leistungen seiner Schützlinge. „Das hatte schon beim Schwimmen angefangen, wo alle unsere Starter schon Verspätung hatten“, sieht er Gesprächsbedarf nach dem anspruchsvollen Wettkampf in Stockholm.

Wie erwartet entwickelte sich in der schwedischen Hauptstadt ein sehr intensives Rennen. Um den späteren Sieger Brownlee hatte sich bereits beim Schwimmen eine kleine Gruppe absetzen können, die auch nach dem Wechsel auf das Rad enorme Tempoarbeit leistete. Dahinter fuhren zwei Gruppen jeweils im zwanzig Sekunden-Abstand: in der direkten Verfolgung Steffen Justus mit Javier Gomez und sechs weiteren Athleten, dann das große Feld, in dem auch das übrige DTU-Quartett saß.

Bis zum zweiten Wechsel schaffte es Justus mit seinen Mitstreitern den Rückstand auf knapp zehn Sekunden zu verkürzen, während das Hauptfeld, angeführt von Franz Löschke, mehr als eine Minute hinter der Spitze lag. Brownlee demonstrierte schnell seine Klasse und ließ sich im Gegensatz zum Russen Alexander Bruykhankov, der sich mit dem Briten auf der ersten von zwei Laufrunden sofort abgesetzt hatte, auch nicht von einem Kampfrichter aus dem Rhythmus bringen, der beiden die falsche Strecke wies. Gomez drehte zum Ende des Rennens noch einmal mächtig auf, konnte aber nicht mehr ganz aufschließen und sicherte sich Platz zwei vor dem Franzosen Vincent Luis.

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Justus verlor die Ersten schnell aus den Augen und wurde am Ende ordentlicher Zwölfter. „Die ersten zwei Disziplinen waren sehr gut, aber im Laufen hatte ich nicht mehr so gute Beine, da habe ich unsere Aufholjagd auf dem Rad gemerkt und bei dieser zu viele Körner gelassen“, so der 30-Jährige. Kurz hinter ihm kam Gregor Buchholz ins Ziel, der sich mit toller Laufleistung aus der dritten Gruppe weit nach vorne gearbeitet hatte. Franz Löschke kam ebenfalls unter die ersten zwanzig, während die beiden „Routiniers“ Maik Petzold als 35. und der Deutsche Sprintmeister Christian Prochnow als 37. etwas enttäuscht ins Stockholmer Ziel einliefen.

 

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DTU: Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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