Vierter Wettkampf der Zweiten Bundesliga-Nord an der Ruhr

15.08.2012 09:03 von Oliver Kubanek

Witten ist am Sonntag wieder Gastgeber

"Triathlon is coming home." So könnte das Motto des vierten Wettkampfes der 2. Triathlon Bundesliga, Gruppe Nord, lauten. Nachdem es im letzten Jahr in Witten keinen Wettkampf und in den Jahren zuvor einen Wettkampf in der Innenstadt gab, kehrt der Triathlon am kommenden Sonntag (19. August) erstmals nach 2003 wieder an die Ruhr zurück.

Auf dem Programm steht dabei ein Rennen über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen - 20 km Radfahren - 5 km Laufen). Es ist zwar nicht die “klassische” Wettkampfstrecke im Seitenarm der Ruhr, doch hat der neue Austragungsort die Chance, selbst zu einem Klassiker zu werden.

Bei diesem Wettkampf dreht sich alles um das alte Schleusenwärterhäuschen an der Ruhr. Geschwommen wird in einem Dreieckskurs in der Ruhr. Für die Athleten ist es sicher nicht nur schwierig gegen die Strömung anzukämpfen, sondern auch die Orientierung zu behalten. Da bei den Frauen gleichzeitig auch die Deutschen Meisterschaften über die Sprintdistanz auf dem Programm stehen, ist hier aufgrund der vielen Teilnehmerinnen mit einer raueren Gangart zu rechnen. Das Radfahren wird auf der abgesperrten Bundesstraße entlang der Ruhr absolviert. Auf der topfebenen Hochgeschwindigkeitsstrecke stehen vier Runden auf dem Programm. Das Laufen wird auf dem Ruhrtalradweg entschieden. Nach einem "Prolog" über zwei Kilometer bringen letztlich drei Runden zu je einem Kilometer in der Nähe des Schleusenwärterhäuschens  die Entscheidung.

Besonders bei den Herren ist Spannung pur garantiert. Bei den bisherigen drei Rennen gab es drei verschiedene Sieger. Ein Blick auf die Tabelle verdeutlicht die angespannte Situation, Mit sieben Punkten liegt die zweite Mannschaft des Champion System PV Team Witten, Sieger in Eutin, an die Spitze. Christian Thomas, Oliver Strankmann, Tom Havekes, Daniel Torek und Jan Stratmann wollen den Heimvorteil nutzen. Mit dem fünften Platz in Grimma büßte Auftaktsieger Team Weimarer Ingenieure - HSV Weimar die führende Position ein Mit acht Punkten sind Folker Schwesinger, Henry Beck, Robin Schneider, Roy Matthieu und Jonas Meyer aber in Schlagdistanz und wollen sich den Platz an der Sonne zurückholen. In Grimma feierte die “Reserve” des EJOT Team Buschhütten (neun Punkte) den ersten Tagessieg. An diesen Erfolg wollen Sonntag Felix Weiß, Tim Lange, Marco Mühlnikel, Michal Achczynski und Michael Rohleder anknüpfen. Ebenfalls neun Punkte hat das Marathon Finanz - KTT 01 Team auf dem Konto. Die Stärke von Lucas Abel, Miro Hohmann, David Jeckel, Dennis Lüke und Tobias Meyer war bislang, dass sie keinen Aussetzer nach unten hatten. Vielleicht gelingt in Witten sogar der erste Erfolg. Der Startschuss erfolgt um 10.30 Uhr.

Bei den Frauen könnte schon eine Vorentscheidung fallen. Sollten Carolin Bauer, Henriette Grassmann, Katharina Malter und Nicole Scholz mit SSF Bonn Team artegic (vier Punkte) auch in Witten gewinnen, wäre ihnen der Titel kaum mehr zu nehmen. Das wollen Franziska Scheffler, Lisanne Naumann, Sara Baumann und Jule Möller mit dem Sparda-Bank Team Hagen (6 Punkte) verhindern. Die letzte Chance bei der Titelvergabe ein gewichtiges Wort mitzureden, möchte das Komet Team TV Lemgo (7) nutzen. Für Ilona Eversdijk, Jessica Lambracht, Ellen Steffens und Anna Wagenknecht würde ein Sieg in Witten den ersten Saisonerfolg bedeuten. Der Wettkampf beginnt um 11.45 Uhr. 

Text: Martin Wachhold

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