Triathlon ist fester Bestandteil von Jugend trainiert für Olympia

05.10.2012 10:04 von Oliver Kubanek

"Das ist für uns eine tolle Einstufung"

Triathlon ist als 17. Sportart in das Programm des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ (JtfO) aufgenommen worden. Nachdem sich in diesem Jahr zum zweiten Mal nach 2011 die Schüler der Wettkampfklasse III (12-15jährige) an zwei Tagen in Berlin spannende Rennen geliefert haben, wird Triathlon fester Bestandteil des Wettbewerbs mit den Landesausscheidungen und dem Bundesfinale im Herbst werden.

„Das ist für uns eine tolle Einstufung“, freut sich Matthias Zöll, Geschäftsführer der Deutschen Triathlon Union. „Unsere Sportart hat sich an den zwei Finaltagen in Berlin hervorragend präsentiert. Dafür danke ich allen, die daran beteiligt waren, vor allem auch den vielen Schülerinnen und Schülern sowie ihren Betreuern, die in Berlin am Start waren.“

Insgesamt 14 Teams mit 112 Teilnehmern haben sich im Olympiapark der Hauptstadt zunächst in Einzelstarts und am Folgetag im Teamwettbewerb auf die Strecken über 200 Meter Schwimmen, drei Kilometer Radfahren und 1000 Laufmeter begeben. „Die Staffel stellte wieder den spannenden Höhepunkt im Bundesfinale Triathlon dar“, beschreibt Lisa Henkel, bei der Deutschen Triathlonjugend Projektleiterin für JtfO. „Durch das besondere ABC-System im Staffelwettbewerb gab es einen wirklich attraktiven Rennverlauf.“

Jedes Bundesland stellte zwei gemischte Staffeln mit Mädchen und Jungen, deren Wertungen in das Gesamtergebnis integriert wurde. Im ABC-Format müssen die Athleten auch die einzelnen Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen absolvieren, allerdings hat nicht jeder Staffelteilnehmer das Schwimmen als Auftaktdisziplin. Während der Startschwimmer an den Radfahrer übergab, wechselte dieser mit dem Läufer. Dies ging so lange, bis jeder Staffelteilnehmer jede Disziplin einmal absolvierte hatte.

Am Ende konnten die Schülerinnen und Schüler aus dem Sportgymnasium Neubrandenburg einen ungefährdeten Sieg für Mecklenburg-Vorpommern nach Hause bringen. Doch dahinter wurde es eng. Das Peter-Joerres-Gymnasium aus Bad Neuenahr-Ahrweiler bewies bei der Staffelaufstellung taktisches Vermögen und konnte sich einen hervorragenden zweiten Platz sichern. Im Kampf um den dritten Platz entschieden zwei Sekunden. Diese Winzigkeit trennte den Viertplatzierten, das Sportgymnasium Leipzig aus Sachsen, vom Podium, das sich nach einer großartigen Aufholjagd das Humboldtgymnasium Weimar aus Thüringen erkämpfte und sich von Platz fünf am ersten Tag noch vorarbeitete.

„Leider waren die Wetterbedingungen etwas widrig“, berichtete Henkel. „Am ersten Tag mussten wir dafür sogar in ein Schwimmbad ausweichen, aber auch das hat nichts daran geändert, das wir unsere Sportart gut präsentieren konnten. Wir haben gezeigt, dass Triathleten wirklich immer eine große Familie darstellen.“ Beleg dafür war unter anderem auch, dass die letztplatzierten Schule begeistert im Ziel von allen Teilnehmern empfangen wurde und das Team gemeinsam mit einem Riesenspaß die letzten Meter absolvierte. „Das war eine tolle Geste.“

Somit konnte auch der DTU-Pate für Jugend trainiert für Olympia, Christian Prochnow, Athletensprecher des Nationalkaders und Olympiateilnehmer von 2008, trotz einer Erkältung sich daran erfreuen, dass die Schülerinnen und Schüler Spaß am Sport hatten und seine Sportart hervorragend darstellten.

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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