DTU-Athlet Nils Frommhold mit sensationellem Lang-Debüt

19.11.2012 20:39 von Oliver Kubanek

Erster Start - erster Sieg

Erster Auftritt über die Langdistanz, erster Sieg. Mit dieser sensationallen Leistung beendete DTU-Athlet Nils Frommhold sein Wettkampfjahr 2012. Nach 8:03:13 Stunden hatte der 26-Jährige das Ziel beim Ironman in Arizona erreicht und konnte mit seinem Trainer Wolfram Bott und Freundin Sarah Fladung ausgiebig jubeln. Frommhold ist nach nur einem Rennen über die Distanzen von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Radkilometer und einen Marathon nicht nur ein "Ironman", sondern ein "Ironman-Champion".

Wenn ein Triathlet zum ersten Mal über diese Distanzen das Ziel erreicht, wird er bei einem Großteil der Rennen vom Moderator mit den Worten „You are an Ironman“ begrüßt. In Tempe, Arizona, durfte der Moderator diese Ehre DTU-Athlet Nils Frommhold zukommen lassen, und seinem Standardsatz noch das Wort „Champion“ hinzufügen

Denn nach nur 8:03:13 Stunden hatte Frommhold seine erste Langdistanz beendet: als Sieger. „Das ist für mich unglaublich, ich wollte eigentlich nur Erfahrung sammeln über eine solch lange Strecke für die kommenden Jahre“, sagte der 26-Jährige. „Das ist mir wohl nicht so schlecht gelungen“, hatte er trotz der Strapazen im Ziel gleich seinen Humor wiedergefunden.

Das Rennen verlief für ihn den ganzen Tag nach Plan. Nach 48:19 Minuten kam er als Erster aus dem Wasser, und widerstand auch auf dem Rad dem Drang, dem hohem Tempo seiner vorwiegend heimischen Konkurrenz zu folgen. Der Amerikaner Andrew Starykowicz markierte mit 4:16:31 Stunden eine neue Bestmarke für den Radsplit, und auch dessen Landsmann TJ Tollakson drehte auf dem Rad groß auf. „Das war schon eine neue Erfahrung für mich, da die ITU-Rennen immer zwei Stunden Vollgas sind, aber hier muss man haushalten.“

Nichtsdestoweniger hatte Frommhold auf dem Rad viel Druck in den Beinen und wechselte als Dritter auf die Laufstrecke. Es dauerte nur 14 Kilometer bis er sich wieder an die Spitze des Feldes setzte und von da an einem sensationellen Debüt-Sieg entgegenlief. Der Marathon von 2:48:09 war der schnellste des Tages, wenngleich Frommhold auf den letzten Kilometern Federn lassen musste. „Zum Ende hatte ich Krämpfe und musste sehr kämpfen. Das fühlte sich so an, wie es ich es nicht öffentlich ausdrücken möchte.“

Es bleibt einem Traumdebüt des Kaderathleten, das vor ihm übrigens auch ein gewisser Andreas Raelert in Arizona feierte, der allerdings zehn Minuten mehr benötigte.

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