Erstmals Trainerausbildung speziell für die Langdistanz

10.11.2012 23:30 von Oliver Kubanek

Auch DTU-Cheftrainer Ralf Ebli als Referent in Frankfurt am Main

In den vergangenen Tagen hat die Deutsche Triathlon Union erfolgreich Neuland beschritten. Der Dachverband der deutschen Triathleten führte die erste Trainerausbildung im Leistungssportbereich speziell für die Langdistanz durch. Die Teilnehmer rekrutierten sich vorwiegend aus den Triathlon-Vereinen sowie aus selbständig arbeitenden Triathlontrainern, zu denen auch Weltmeister Daniel Unger zählte.

„Unsere Entscheidung, einen solchen Lehrgang anzubieten, ist absolut positiv aufgenommen worden“, berichtet Thomas Möller, der gemeinsam mit Michael Söldner den 24 anwesenden Teilnehmern trainingswissenschaftliche Einblicke gab. „Die Teilnehmer haben sich in vier Tagen intensiver Arbeit mit einer Reihe von Themen auseinandergesetzt, wie zum Beispiel den Unterschieden zwischen olympischer und Langdistanz, der grundsätzlichen Jahresplanung im Triathlon, dem Training der Teildisziplinen oder der Sportpsychologie“, ergänzt Söldner.

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Der Lehr- und Lernprozess ist in der zweigeteilten Ausbildung so angelegt, dass alle Lizenzanwärter in Theorie und Praxis daran teilnehmen. Insofern ist es von Vorteil, dass die meisten Absolventen dieses Ausbildungsganges der DTU bereits über große sportliche Erfahrung -  sowohl als Athlet als auch als Trainer - im Triathlon verfügten.

Als Referenten hatte die DTU zahlreiche namhafte Experten an den Start bringen können: neben den Referenten unter anderem auch den neuen Cheftrainer der DTU, Ralf Ebli und U23-Bundestrainer Dan Lorang.

„Es war erfrischend, mit wie viel Engagement und Sachverstand die Teilnehmer sich mit der Materie auseinandergesetzt haben. Noch lange nach Ende der offiziellen Unterrichtseinheiten wurde in Kleingruppen mit den Referenten weiterdiskutiert“, freut sich Söldner, dass die Akzeptanz des neuen Angebots der DTU sehr groß war. „Das Interesse der Teilnehmer, auch an einer weiterführenden A-Lizenz Langdistanz, und die Zufriedenheit mit dem Kurs ist hoch, so dass wir diesen Weg sicher weiterführen werden.“ Zudem sind Möller und er positiv überrascht über die hohe Anzahl an Frauen, die in Frankfurt den ersten Teil der Ausbildung angegangen sind. „Nahezu 50 Prozent ist in der Sport-Trainerausbildung eine außerordentlich hohe Frauenquote.“

Nach dem erfolgreich absolvierten ersten Part haben die Teilnehmer in Gruppen eigenständig Projekte zu bearbeiten, in denen sie sich auf den praktischen Prüfungsteil vorbereiten, der vom 18. bis 20. Januar stattfinden wird.

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 0231-14 86 56, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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