Paratriathleten berichten über die WM in Auckland

02.11.2012 11:12 von Nadine Rucktäschel

Martin Schulz war mit seinem zweiten Platz in der TRI4 der erfolgreichste Athlet der deutschen Paratriathleten bei der WM in Auckland. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Lars Hansen (6. Platz TRI4), Ralf Arnold (6. Platz TRI 6) und Jörg Walden (10. Platz TRI 1) hat er uns nun seine ganz persönlichen Eindrücke aus Auckland geschildert.

 

Martin Schulz:

tl_files/dtu/Bilder/Paratriathlon/2012/WM Auckland 2012/Martin Schulz_Auckland 2012.jpg„Mit dem 2. Platz an sich bin ich zufrieden. Ich hätte mich doch noch mehr über die Platzierung gefreut, wenn über die offiziellen 750m geschwommen worden wäre. Da wäre vielleicht noch mehr drin gewesen und so hat vielleicht nicht der beste Triathlet gewonnen. Ich hatte nicht meinen allerbesten Tag, was vielleicht auch an der doch knappen Anreise vor dem Wettkampf, verbunden mit der langen Reise und der Zeitumstellung lag. Insgesamt war es eine tolle Veranstaltung, vor allem weil es immer toll ist beim selben Wettkampf wie die nicht nichtbehinderte Elite zu starten.“

 

Lars Hansen:

tl_files/dtu/Bilder/Paratriathlon/2012/WM Auckland 2012/Lars Hansen.jpeg„Das Schwimmen lief für mich nicht gut, ich kam bei der kurzen Strecke nicht wirklich ins Schwimmen und das kalte wellige Wasser machten mir auch zu schaffen. Der Wechsel zum Rad war katastrophal. Ich hatte so kalte Füße das ich nicht in meine Radschuhe kam und dieser mir zu allem Überfluss auch noch abfiel.  Das anschließende Radfahren lief dann sehr gut. Es war ein Rundkurs welcher drei Mal durchfahren werden musste. Der abschließende Lauf mit 18:33Minuten war ok aber ich hatte mir mehr erhofft. Bin früh auf den fünft Platzierten aufgelaufen und dran vorbei, konnte mich aber nicht absetzen und wurde dann in der letzten Runde wieder überholt. Ich wäre gern noch auf Platz vier vorgelaufen. Leider waren die Beine nicht so gut an dem Tag, aber so ist es nun mal."

 

Ralf Arnold:

tl_files/dtu/Bilder/Paratriathlon/2012/WM Auckland 2012/RalfArnold_ITU2012_3Judy Williamson.jpg„Ich bin leider überhaupt nicht mit meinem Ergebnis zufrieden. Mein Mindestziel war ein Platz unter den Top drei und da bin ich weit von entfernt geblieben. Heute war irgendwie nicht mein Tag. Es fühlte sich an, als ob der Stecker gezogen wäre. Muskulär hatte ich keinerlei Probleme, aber es ging einfach nicht mehr. Auch die Zeiten sind deutlich langsamer als in den voran gegangenen Wettkämpfen und im Training. Woran es lag, weiß ich leider selbst nicht. Das ist umso ärgerlicher, denn das Material hat diesmal optimal funktioniert. Die neue und bisher unbekannte Konkurrenz aus Serbien, Australien und Canada ist auch sehr stark und dem konnte ich heute nichts entgegensetzen. Für die kommende Saison habe ich jetzt aber einen besseren Anhaltspunkt und weiß wo ich hin muss und woran ich noch zu arbeiten habe. Vor allem die Wechsel müssen deutlich schneller werden und auch meine Schwimm- und Laufzeiten müssen sich noch deutlich verbessern.“

 

Jörg Walden:

tl_files/dtu/Bilder/Paratriathlon/2012/WM Auckland 2012/Joerg Walden.jpg„Mein persönlicher Wettkampf wurde überschatten von zwei Stürzen. Noch nie zuvor bin ich gestürzt, diesmal gleich zwei Mal. Es war für uns Rollstuhlfahrer wirklich schwer zu überholen, da die Strecke teilweise sehr eng war. Wenn da jemand falsch reagierte, waren Stürze nicht mehr zu vermeiden. Ich bin froh, dass ich keine ernsthaften Verletzungen habe und mit dem kaputten Rollstuhl noch ins Ziel "rollen" konnte. Es ist wirklich großartig, wenn man an einer WM für seinen Verband starten darf. Es war diesmal auch wirklich toll für uns Paratriathleten, mit den anderen deutschen Teilnehmer zusammen im Hotel zu wohnen und sich mit ihnen austauschen zu können. Vielen Dank.“      

 

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