Doppelsieg für Nieschlag und Saller beim EC Bratislava

19.05.2014 23:50 von Oliver Kubanek

Mit einem Doppelsieg beim Europacup in Bratislava haben Sophia Saller und Justus Nieschlag der Deutschen Triathlon Union ein (vermutlich historisches), aber auf alle Fälle ein spezielles Erfolgsresultat beschert. Die beiden aus dem U23-Kader der Nationalmannschaft schafften in der Slowakei über eine Sprint-Distanz ihre ersten internationalen Siege im Elitebereich und machen somit just vier Wochen vor der EM in Kitzbühel auf sich aufmerksam.

Die Podien komplettierten bei den Damen Cassandra Beaugrand (FRA) und Gaia Peron (ITA), bei den Herren Richard Varga (SVK) und Matthias Steinwandter (ITA). Die weiteren  deutschen Starter Marlene Gomes-Islinger und Christopher Hettich kamen nicht ins Ziel bzw. in die Wertung.

Stimmen der beiden Sieger:

Justus Nieschlag

„Beim Schwimmen ist nichts Spektakuläres passiert. Auf dem Rad befand ich mich dann mit einer Ausreißergruppe von sechs Athleten. Die Radstrecke war sehr gefährlich mit schlechtem Belag, vielen Löchern, Kurven und nasser Fahrbahn. Unser Vorsprung betrug zu Beginn etwa 30 Sekunden, wurde aber mit jeder Runde kleiner, bis wir dann am Ende noch 15 Sekunden hatten. Mit einem schnellen Wechsel konnte ich gleich ein kleines Loch reißen und meinen Vorsprung verteidigen bzw. zwischenzeitlich sogar etwas ausbauen."

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Sophia Saller

"Dass ich einen Europacup gewonnen habe, ist bei mir noch nicht wirklich angekommen. Aber ganz im Ernst, ich hatte definitiv Spaß beim Rennen gestern. Das Schwimmen lief überraschend gut, ich wurde nicht zu weit abgehängt und konnte noch vor dem Wechsel ein Stück zur Spitze aufschließen. Nach schnellem Wechsel war ich mit drei anderen Mädels rund 20 Sekunden hinter Cassandra Beaugrand und Gaia Peron. Wir konnten die beiden aber sehen und innerhalb einer halben Runde auffahren. Und da das Führungsmotorrad vor uns fuhr, waren wir wohl auch die Führungsgruppe. Letztlich konnte ich unsere Gruppe etwas organisieren und da einige wirklich gut gearbeitet haben, konnten wir unseren Vorsprung vergrößern und mit rund 60 Sekunden vor den anderen wechseln.

Ich lief dann an der Spitze. Da ich aber wusste, dass Cassandra Beaugrand ein ähnliches Lauflevel hat wie ich, habe ich mich entschieden, sie auflaufen zu lassen, weil ich ihr nicht die Motivation geben wollte, mich in vollem Speed einzuholen. 1000 Meter vor dem Ziel war eine scharfe Kurve und da habe einfach intuitiv das Tempo erhöht und merkte, dass ihre Schritte und ihr Atem immer weiter hinter mir lagen. 400 Meter vor dem Ziel habe ich mich dann mal umgedreht und sah, dass ich den Sieg hatte…

Unterhaltsamer und ausführlicher schildert Sophia ihre Europacup-Erlebnisse hier.

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