Insgesamt 27 Medaillen für die deutsche Nationalmannschaft in Zittau

17.08.2014 20:31 von Oliver Kubanek

Selbst Wettergott Petrus musste am 16. August während der Cross-Triathlon-Weltmeisterschaft in Zittau immer wieder Tränen der Freude weinen über eine schöne Triathlon-WM auf deutschem Boden und die vielen Erfolge der zahlreichen deutschen Starter. Rund 170 Mitglieder hatte das deutsche Nationalteam, das in der Oberlausitz zu den Wettkämpfen in den Paratriathlon-, Junioren-, U23-, Elite- und Altersklassen-Wettkämpfen antrat und mit einer Gesamtbilanz von elf Gold-, acht Silber- und acht Bronzemedaillen die mit Abstand beste Mannschaft stellen konnte. „Das war definitiv eine wirklich gelungene WM“, hatte auch der Präsident der Deutschen Triathlon Union, Dr. Martin Engelhardt, großen Spaß. „Ich bedanke mich bei den vielen Athleten: aus unserem Verband, aber auch aus allen anderen Nationen, und vor allem dem Organisationsteam sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern.“

2015 DTU DM Cross-Triathlon bei der O-See-Challenge

Insgesamt waren in Zittau 31 Nationen mit 550 Starterinnen und Startern gemeldet. Für die noch junge Ausdauerrichtung Cross-Triathlon ist das ein erfreulich hoher Wert und die gelungenen Rennen in Zittau werden sicher dazu beitragen, dass der Cross-Triathlon weiter Zuwachs erhalten wird. Und auch in 2015 wird in Zittau wieder ein tolles Event stattfinden: die O-See-Challenge ,wie das sächsische Cross-Event heißt, wird im kommenden Jahr die DTU Deutschen Meisterschaften Cross-Triathlon ausrichten.

In diesem Jahr war der Samstag Weltmeisterschaftstag und gleich die Paratriathleten, die als erste ins Rennen geschickt wurden um 08:00 Uhr in der Früh, sowie die Junioren, die fünf Minuten später in den Olbersdorfer See liefen, lieferten gleich tollen Sport und aus DTU-Sicht hervorragende Ergebnisse. Paratriathlet Stefan Lösler wurde Weltmeister seiner Schadensklasse, Juniorin Anna Pauline Saßerath gewann Silber und Michael Haas wurde Dritter der Juniorenwertung.

Medaillenregen der DTU-Altersklassen-Nationalmannschaft

Noch erfolgreicher gingen die folgenden Rennen der Altersklassen-Athleten über die Bühne. Die jeweils Gesamtschnellsten kamen aus Deutschland und wurden somit natürlich auch Weltmeister ihrer Altersklassen. Verena Eisenbarth (AK 25) und Lars Erik Fricke (AK 30) waren von der Konkurrenz nicht zu bezwingen. Bei den Herren gelang es den DTU-Startern gar, die ersten vier Gesamtränge zu belegen. Daraus resultierten für Martin Schädle (AK 25) und Thomas Kerner (AK 20) ebenfalls Weltmeistertitel. Veit Hoeni wurde hinter Kerner Zweiter seiner Altersklasse.

Insgesamt schafften die DTU-Altersklassen-Starter neun WM-Titel, sieben Vize-Titel und sieben dritte WM-Ränge. Die jüngsten Medaillengewinner waren dabei Lars Holder (Silber) und Michael Schaller (Bronze) in der U20-AK, der älteste: Cross-Triathlon-Weltmeister Steffen-Luis Neuendorff in der AK 70.

Stimmungs-Höhepunkt der WM-Titel von Kathrin Müller

Den Stimmungs-Höhepunkt lieferte indes Kathrin Müller, die im Damenrennen der Elite unwiderstehlich zum Heim-Titel schwamm, mountainbikte und lief. Denn das aus deutscher Sicht erhoffte Drehbuch trat ein. Die gebürtige Sächsin holte sich bei der Heim-WM den ersten Weltmeistertitel ihrer Karriere. Mit diesem Erfolg darf sich die 31-Jährige nun aktuelle Welt- und Europameisterin im Cross-Triathlon nennen. Ihr am nächsten kam auf dem schweren Kurs Flora Duffy (BER). Dritte wurde Titelverteidigerin Helena Erbenova aus Tschechien. Bei den Herren schaffte Ruben Ruzala (ESP) den Sieg vor US-Boy Josiah Middaugh und Braden Currie (NZL). Bester Deutscher war als 20. Christian Otto. Faris Al-Sultan wurde 41.

 

Alle deutschen Medaillengewinner:

Gold: Kathrin Müller (Elite), Verena Eisenbarth (AK 25), Sabine Hock (AK 45), Edith Herdt (AK 55), Karin Schulz (AK 60), Stefan Lösler (Paratriathlon), Thomas Kerner (AK 20), Martin Schädle (AK 25), Lars Erik Fricke (AK 30), Martin Konig (AK 50), Steffen Luis-Neuendorff (AK 70)

Silber: Anna Pauline Saßerath (Junioren), Bettina Haas (AK 45), Monika Wille (AK 60), Lars Holder (AK U20), Veit Hoenle (AK 20), Florian Brosch (AK 25), Frank Manthey (AK 55), Reinhard Petzold (AK 60),

Bronze: Cordula Neuendörffer (AK 40), Malte Plappert (U23), Michael Haas (Junioren), Michael Schaller (AK U20), Maximilian Saßerath (AK 20), Marcel Stein (AK 25), Jörg Schneider (AK 45), Arnold Schnalke (AK 70)

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