Kathrin Müller holt Titel im Cross-Triathlon bei Heim-WM in Zittau

16.08.2014 19:50 von Oliver Kubanek

"Ich habe auf dem Rad alles riskiert und bin einfach überglücklich"

Das erhoffte Drehbuch trat bei der Weltmeisterschaft im Cross-Triathlon in Zittau ein. Die gebürtige Sächsin Kathrin Müller, nunmehr in Freiburg beheimatet, holte sich bei der Heim-WM nach 2:58:35 Stunden den ersten Weltmeistertitel ihrer Karriere. Mit diesem Erfolg darf sich die 31-Jährige nun aktuelle Welt- und Europameisterin im Cross-Triathlon nennen. Ihr am nächsten kam auf dem schweren Kurs über 1,5 Schwimm-, 36 Mountainbike- und neun Laufkilometer Flory Duffy (BER, 3:00:53 Stunden). Dritte wurde Titelverteidigerin Helena Erbenova aus Tschechien (3:02:32 Stunden). Bei den Herren schaffte Ruben Ruzafa (ESP) in 2:34:33 Stunden den Sieg vor US-Boy Josiah Middaugh (2:35:28 Stunden) und Braden Currie (NZL, 2:37:10 Stunden). Bester Deutscher war als 20. Christian Otto (Potsdam) in 2:48:38 Stunden. Faris Al-Sultan wurde 41. in 2:55:28 Stunden.

Im Ziel musste die neue Weltmeisterin ein wenig innehalten, bevor sie die Siegerinneninterviews geben konnte. „Ich bin einfach überglücklich und hatte nicht wirklich mit einem Sieg gerechnet“, waren ihre ersten Worte des Glücks. Das regnerische Wetter sei ihr entgegen gekommen. „Auf dem Rad habe ich alles riskiert und bin total zufrieden mit meiner Leistung.“

Das Rennen der Damen verlief für Müller, wie sie es im Vorfeld erwartet hatte. Im Schwimmen hatte sie gegen Flory Duffy von den Bermudas und der Australierin Erin Densham gut anderthalb Minuten verloren. Schnell machte sie aber deutlich, dass sie vor allem das Mountainbikefahren in den letzten Monaten vermehrt geübt hatte. So schaffte sie es bis zum zweiten Wechsel, ihre Konkurrentinnen um 2:30 Minuten zu distanzieren. Die abschließenden neun Laufkilometer konnte Müller dann fast schon genießen und vor euphorischem Publikum den Sieg bejubeln.

Deutsche Herren können nicht um vordere Platzierungen mitkämpfen

Die deutschen Herren spielten im Kampf um die Medaillen erwartungsgemäß keine große Rolle. Christian Otto war zwar als erster auf das Rad gestiegen und auch Faris Al-Sultan hatte als Fünfter eine starke Schwimmleistung gezeigt, doch auf dem Cross-Kurs durch das Zittauer Gebirge hatten sie gegen die Mountainbike-Spezialisten keine wirkliche Chance. Auch die anderen deutschen Starter waren nicht in der Lage, das hohe Tempo der Spitze mitzugehen und kamen somit mit Rückstand aus der zweiten Wechselzone. Diese hatte nach einem fulminanten Ritt auf dem Rad Ruben Ruzafa als Erster erreicht. Im Laufen ließ der Spanier sich den Titel dann nicht mehr nehmen, wenngleich der Amerikaner Josiah Middaugh noch einmal mächtig aufholen konnte.

Die deutschen Herren landeten letztlich auf den Plätzen 38 (Bastian Dobrowald), 39 (Sebastian Veith), 41 (Faris Al-Sultan) und 50 (Felix Schumann). Der Hawaii-Sieger von 2005 hatte dennoch seinen Spaß. „Eine schöne Veranstaltung vor viel Publikum. Schade, dass das Wetter nicht mitgespielt hat, aber mir hat es heute Spaß gemacht.“

Malte Plappert holt WM-Bronze in der U23-Wertung

Überzeugen konnten indes die Nachwuchs-Crosstriathleten aus Deutschland. Malte Plappert (Leingarten) hatte nach 2:50:04 Stunden Grund zum Jubel, konnte er sich doch als Bronzemedaillengewinner in der U23-Wertung feiern lassen. Im folgte alsbald auch Andreas Theobald (Trier, 2:50:27 Stunden), der Vierter im Nachwuchs-Klassement wurde. Im Gesamtranking der Herren lagen die Youngster damit auf den Rängen 22 und 25.

 

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Oliver Kubanek, Tel.: 069-677 205 17 oder 0178-1479833, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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