Vorletztes Rennen der Triathlon WM-Serie 2014 in Stockholm

21.08.2014 15:49 von Oliver Kubanek

"Es wird endlich wieder einmal Zeit für etwas Adrenalin"

Schwedens Hauptstadt Stockholm wird am Samstag die besten Kurz-Distanz-Triathleten der Welt zum vorletzten Rennen der Triathlon-Weltmeisterschafts-Serie empfangen. Eine Woche vor dem großen WM-Finale in Edmonton (CAN) werden noch wichtige WM-Punkte über eine Sprint-Distanz vergeben. Die 750 Schwimmmeter, gefolgt von 20 Rad- und fünf Laufkilometern, werden auch vier deutsche Triathlon-Asse in Angriff nehmen. Anja Knapp (Dettingen), Rebecca Robisch, Gregor Buchholz (beide Saarbrücken) und der Potsdamer Franz Löschke werden die DTU-Farben vertreten.

„Alle vier Athleten konnten die Vorbereitung wie geplant absolvieren und die Trainingsleistungen waren auf einem guten Niveau“, reist der DTU-Bundestrainer Dan Lorang durchaus zuversichtlich Richtung Norden. „Die Konzentration und die Anspannung bei den Athleten sind sehr hoch, da jeder weiß, dass es bei den Rennen um WM- und zusätzlich bereits um die wichtigen Olympiapunkte für 2016 geht. Da hat niemand mehr etwas zu verschenken.“ Das gilt natürlich auch für die Konkurrenz. Bei den Herren sind die Superstars der Szene um Weltmeister Javier Gomez (ESP) und den britischen Olympiasieger Alistair Brownlee nahezu alle in Stockholm am Start. Bei den Damen fehlt zwar die WM-Leaderin Gwen Jorgensen (USA), aber mit Vize-Weltmeisterin Jodie Stimpson (GBR) und Jorgensens Landsfrau Sarah Groff führen das weibliche Starterfeld ebenfalls Topleute an.

„Endlich kann ich wieder ins Wettkampfgeschehen eintauchen“

Doch gerade das macht natürlich auch den Reiz der WM-Serie aus, so dass sich der beste deutsche Triathlet 2014, Gregor Buchholz, bereits auf das Rennen freut. „Endlich kann ich wieder ins Wettkampfgeschehen eintauchen. Nach zwei großen Trainingsblöcken wird es nun mal wieder Zeit für etwas Adrenalin. Das Training der letzten Wochen war qualitativ gut und so kam die eine oder andere Einheit zustande, in welcher ich Leistungen abrufen konnte, die ich vorher so nicht auf dem Zettel hatte. Daher gehe ich positiv gespannt ins Rennen.“

Allerdings ist der Stockholmer Wettkampf nicht wirklich prädestiniert für den aktuellen WM-15., obschon er die Strecken als seinen „Lieblingskurs im internationalen Rennkalender“ bezeichnet. „Die Strecke ist wie geschaffen für eine Ausreißergruppe nach dem Schwimmen. Meine einzige Option ist es somit, in der Verfolgung schnell Verbündete zu finden und mit denen Vollgas zu geben. Dann klappt es hoffentlich mit einer Topplatzierung.“ Diesen Wunsch hegen selbstredend auch seine Teamkollegen und der Bundestrainer, allerdings weist Franz Löschke nach wie vor Trainingsrückstand wegen seines Studiums auf.

„Es schreit nach Wiedergutmachung“

Die beiden Frauen machen auf Lorang indes einen sehr guten Eindruck. „Anja hat eine anhaltend aufsteigende Tendenz in allen Disziplinen. Rebecca war angeschlagen im letzten Trainingslager, wird aber jeden Tag wieder stärker und optimistischer.“ Entsprechend sieht er beide in der Lage, eine Top Ten-Platzierung anzupeilen, weist aber auch auf die große Konkurrenz in beiden Rennen hin. „Wir wollen es immer schaffen, unter die Top Ten der Welt vorzudringen. Dies wäre bei dem hochklassig besetzten Rennen in Stockholm ein großer Erfolg.“

Einen solchen wünschen sich Rebecca Robisch und Anja Knapp auch. Knapp unter anderem, weil sie im vergangenen Jahr unwissend mit einem Bauchmusekelfaserriss am Start war und somit beim Laufen unter anhaltender Übelkeit litt. „Die Erinnerung an letztes Jahr ist definitiv weniger positiv- das war eine echte Qual. Es schreit also nach einer Wiedergutmachung. Die letzten Wochen Training liefen super, ich fühle mich sehr gut vorbereitet und hoffe, in Stockholm meine aufsteigende Form abrufen zu können.“

Diese Aussagen würde auch die aktuelle WM-22. Rebecca Robisch unterschreiben. „Nach den anstrengenden Trainingslagern fühle ich mich jetzt wieder frisch und heiß auf Stockholm. Ziel und Hoffnung in Stockholm sind ein schnelles Schwimmen und dann eine kleine Ausreißergruppe, in der ich natürlich auch drin sein muss“, hat sie konkrete Pläne, ohne eine Platzierung ins Visier zu nehmen, die „zu sehr vom Rennverlauf“ abhängig sei.

Ob dies gelingt können Sport- und Triathloninteressierte unter www.triathlonlive.tv verfolgen. Die Herren starten ab 12:46 Uhr MESZ und die Herren ab 14:51 Uhr.

 

Medienkontakt:

Oliver Kubanek, Tel.: 069-677 205 17 oder 0178-1479833, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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