EM-Gold und Silber für DTU-Paratriathleten in Paguera

22.10.2014 16:56 von Oliver Kubanek

Gold und Silber lautet die Bilanz der deutschen Paratriathleten bei der Europameisterschaft über die Mittel-Distanz in Paguera. Andrea Thamm (PT4, stehend mit leichter Behinderung) war nach 7:15:58 Stunden im Ziel und gewann damit die Goldmedaille. 6:32:38 Stunden hatte Nationalmannschafts-Paratriathlet Markus Häusling (PT1, sitzend, Rollstuhlfahrer) für die Strecke benötigt. Damit musste er nur dem Ungarn Laszlo Bok den Vortritt lassen.

Nach den Rennen äußerten sich die beiden zur EM und zu ihren Rennverläufen.

Andrea Thamm PT 4, Platz 1:

Das Rennen war wirklich hart. Insgesamt gab es rund zehn Prozent DNF. Die Sonne brannte, kein Windzug wehte und die Rad- und auch die Laufstrecke waren sehr bergig und für Paratriathleten eine absolute Herausforderung. Brandblasen und Wundscheuern u.a. am Stumpf waren daher ein Resultat bei mir.
Weil ich mir meine Kräfte von Anfang an gut eingeteilt hatte, konnte ich finishen und auch zum Schluss noch zulegen. Die Super-Organisation und die liebevolle, nette Betreuung durch die ETU und die Challengebetreuer möchte ich noch loben und betonen.

Markus Häusling, PT 1, Platz 2:

Die Umgebung versprach ein einzigartiges Rennen zum Saisonabschluss. Das Wettervorhersage versprach Sonnenschein und das Meer war "bretteben". Am Rennmorgen war ich noch voller Vorfreude auf den Wettkampf. Um 12:06 Uhr erfolgte dann der Start für uns Paratriathleten. Das Schwimmen lief wieder sehr gut und so verließ ich das Wasser nach knapp einer halben Stunde als zweiter Para. Der Wechsel gelang ebenfalls gut und so ging ich als erster "Rolli" auf die Radstrecke. Hier zeigte sich schnell die negative Seite des Rennens. Vom Start weg ging es bergauf. Zeitweise fuhr ich mit 5-6 km/h die Berge hoch. Nach zwei Runden und gefahrenen 90 km kam ich als nun Zweiter der PT 1-Klasse zum zweiten Wechsel in den Rennrollstuhl. Der Ungar Bok hatte mich auf der zweiten Runde eingeholt. In der Wechselzone angekommen, hieß es nun für mich, den zweiten Platz zu verteidigen und die 21 km zu absolvieren. Der Lauf- bzw. Rennrollikurs wurde anfangs unterschätzt. Noch in der ersten Runde zeigte sich die sehr wellige Strecke von ihrer harten Seite. Mit vielen knackigen Anstiegen war es einer der härtesten Kurse, die ich bis jetzt absolviert habe. Nach 01:57 Stunden im Rennrollstuhl und einer Gesamtzeit von 06:29 Stunden wurde ich in der PT 1 Zweiter.
Fazit: Ein stark welliger Kurs an einem sehr warmen Tag forderte alles von mir ab. Im Ziel war ich froh, dass ich das Rennen finishen konnte und mit dem zweiten Platz bin ich zum Saisonende zufrieden. Der Ungar siegte an diesem Tag zurecht.

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