ETU Wintertriathlon-EM - Der Saisonauftakt aus Sicht der DTU-Altersklassen-Athleten

06.02.2015 13:45 von Oliver Kubanek

Am 31. Januar startete die Triathlonsaison 2015 im spanischen Reinosa mit der ETU Wintertriathlon-EM. Für die DTU-Altersklassen-Nationalmannschaft gingen drei Age Grouper in das Rennen und feierten, den widrigen Wetterbedingungen trotzend, einen sehr erfolgreichen Auftakt.

Die Ausrichtung der Winterversion des Triathlons hat Tradition in Reinosa. Bereits 1987 fand in der Hochgebirgsregion 40 Kilometer südlich von Santander das erste Rennen bestehend aus Laufen, Radfahren und Skilanglauf statt. Seitdem geht es für die Starter zunächst über zehn Kilometer (aufgeteilt  auf drei Runden) vor großer Zuschauerkulisse per pedes durch die Stadt. Es folgt eine 24 Kilometer lange Radstrecke hinauf in das Skigebiet Alto Campoo, bei der es rund 800 Höhenmeter zu bewältigen gilt. Dieser Abschnitt wird in Reinosa traditionell  - für die Europameisterschaft per Sondergenehmigung - mit dem Rennrad über Asphalt und nicht, wie im offiziellen Reglement vorgesehen, mit dem Mountainbike über Schnee absolviert. Nach dem zweiten Wechsel kämpfen sich die Athleten durch eine anspruchsvolle Loipe über insgesamt zehn  Ski-Langlauf-Kilometer in das Ziel. Soweit der Plan, die Realität sah am Wettkampf-Wochenende etwas anders aus.

Sprint-Duathlon statt Wintertriathlon

Schon am Tag vor dem Event begann es heftig zu schneien. Auch am Rennmorgen besserten sich die Bedingungen nicht, so dass der Start zunächst um drei Stunden auf 14:00 Uhr verschoben wurde. Der Veranstalter entschied letztlich sogar, den Ski- Langlauf auszusetzen und das Rennen in einen Sprint-Duathlon umzuwandeln. Die drei Starter aus dem Kreis der DTU-Altersklassen-Athleten Reinhold Wolter (Freiburg, AK 75), Steffen Neuendorff (Wald-Michelbach, AK 70) und Peter Grünebach (Polling, AK 65) nahmen diesen Entschluss mit etwas Enttäuschung hin, zumal ihnen bereits der Start bei den DTU Deutschen Meisterschaften im Wintertriathlon witterungsbedingt verwehrt blieb.

Die neue Streckenführung sah nun fünf Kilometer Laufen, 20Kilometer Rennrad und nochmals 2,5 Kilometer Laufen vor. Vor allem die 20 RAdkilometer  über Schneematsch hatten es in sich. „Wir drei waren, wie auch die Top-Elite-Starter  und die anderen Amateure, später froh, bei der Abfahrt nach dem Wendepunkt auf schneebedeckter Fahrbahn und bei schlechter Sicht ohne Sturz davon gekommen zu sein“, berichtete Grünebach nach dem Rennen.

Wie bereits kurz berichtet, sicherten sich bei der Elite die Russin Olga Parfinenko (01:04:10 Stunden) und ihr Landsmann Pavel Andreev (00:53:06 Stunden) die ersten Titel der Saison

Auch die DTU-Age Grouper trotzten den Bedingungen mit besten Ergebnissen. Reinhold Wolter errang in 02:06:52 Stunden den Europameistertitel in der AK 75, was ihm sein Teamkollege Steffen Neuendorff in der AK 70 mit einer Zielzeit von 01:38:48 Stunden gleich tat. Peter Grünebach musste sich in der AK 65 lediglich dem Lokalmatador Gonzalez Gomez geschlagen geben und freute sich nach 01:24:06 Stunden über die Silbermedaille. Mehr als über seine Platzierung freute sich der Pollinger allerdings über seine“heil gebliebenen Knochen“.

Zurück