Noch eine Woche: DTU-Trainingslager in Potchefstroom

02.02.2015 22:00 von Oliver Kubanek

Seit dem 10. Januar weilt die deutsche Triathlon-Nationalmannschaft zum Training in Potchefstroom (Südafrika). Nachdem zunachst DTU-Cheftrainer Ralf Ebli die Kader-Athleten vor Ort betreut hat, wechselte ihn nach knapp zehn Tagen Elite-Bundestrainer Dan Lorang vor Ort ab.

Seine Eindrücke der letzten Wochen hat der Bundestrainer kurz zusammengefasst.

Die letzte von vier Trainingslagerwochen ist angebrochen und so langsam macht sich die Müdigkeit bei den Athleten bemerkbar. Nach der Anpassungsphase an die Höhe und einem Grundlagenblock zu Beginn ist das Training in den drei Disziplinen jetzt auch mit Intensitäten gespickt. Von Vorteil sind dafür die guten Bedingungen in Potchefstroom. Kurze Wege, warme Klimabedingungen und sehr gute Trainingsstätten erlauben es uns, effektiv zu trainieren und dabei auch ausreichend Zeit für die Regeneration zu haben. Alle Athleten sind im vorolympischen Jahr besonders motiviert und wollen den nächsten Leistungssprung in ihrer Formentwicklung realisieren.

Radrennen zur Simulation des Wettkampfes

Eines der Highlights im Training waren sicherlich die „Rennsimulationen“ auf dem Rad, wo die Athleten beweisen konnten, wie gut ihr Gespür für Taktik ist, wie sie im Team arbeiten können, aber natürlich auch wie hoch ihre aktuelle Leistungsfähigkeit bereits schon ist. Auf Abschnitten von fünf Kilometern wurden jeweils kleine Radrennen auf Endsieg ausgetragen, bei dem jeder einen Teamkollegen als „Helfer“ in seiner Mannschaft hatte. Trotz hohen Intensitäten war die Stimmung während und nach der Einheit bestens und alle hatten ihren Spaß.

Zugeben muss man natürlich auch, dass das Training nicht immer Spaß macht, speziell, wenn es nach drei harten Wochen auch einzelne Einheiten gibt, die sich „wie Kaugummi ziehen“ und scheinbar kein Ende nehmen. Aber auch das gehört zum Vorbereitungsprogramm, denn ohne die harte Arbeit ist der Sprung in die Weltspitze nicht zu schaffen. Entsprechend motivieren sich die Athleten dann gegenseitig oder schaffen es, mit ein paar aufmunternden Sprüchen die Stimmung zu lockern.

Egal wie hoch die Erschöpfung ist, egal was am Vortag passiert war, egal wann das Training beginnt, - (6 Uhr in der Früh ist keine Seltenheit) -  alle stehen jeden Tag wieder aufs Neue am Start und versuchen, bestmöglich die Herausforderungen des Tages zu meistern, die die Trainer mit größter Sorgfalt geplant haben.

Ein Dank dafür auch an unseren Physiotherapeuten  Dirk Mund, dank dessen Händen die Schmerzen des Tages schnell wieder vergessen sind und der nächste Trainingstag kommen kann.

Jetzt gilt noch, es die letzte Woche ohne Krankheits- und Unfallausfälle zu absolvieren und damit ein bis dato erfolgreiches Trainingslager gut abzuschließen. Für Franz Löschke und Justus Nieschlag wird es zudem darum gehen, sich bestmöglich auf ihren Renneinsatz beim Afrika-Cup-Rennen in Kapstadt am 15.02. vorzubereiten, um dort hoffentlich schon die ersten Früchte ihrer harten Arbeit zu ernten und wichtige Punkte für die ITU Point List zu sammeln.

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