Anne Haug 16. und Hanna Philippin 22. beim WM-Rennen in Japan

16.05.2015 09:25 von Oliver Kubanek

„Wir nehmen aus Yokohama ein paar Punkte mit“

Rang 16 für Anne Haug (Bayreuth, 2:00:13 Stunden) und Rang 22 für Hanna Philippin (Saarbrücken, 2:00:27 Stunden). So lautet die Bilanz der zwei deutschen Triathletinnen beim fünften Rennen der Triathlon-Weltmeisterschafts-Serie in Yokohama über die olympische Kurz-Distanz. Siegerin in Japan wurde nach 1:57:20 Stunden Weltmeisterin Gwen Jorgensen (USA). Hinter ihr schafften die Australierinnen Ashleigh Gentle und Emma Moffat die Podiumsplätze. Bei den Herren musste Franz Löschke (Potsdam) nach dem Schwimmen nach einem Schlag in den Bauch aufgeben. Auf dem Platz an der Sonne nach 1:47:00 Stunden Javier Gomez (ESP) vor Alistair Brownlee (GBR) und Mario Mola (ESP).

„Mit den Platzierungen können wir nicht zufrieden sein“, wollte Bundestrainer Dan Lorang die Resultate gar nicht schön reden. „Aber dem Rennverlauf kann man auch positive Aspekte entnehmen. Der Abstand im Schwimmen war kleiner als zuletzt und wir waren nach dem zweiten Wechsel noch im Rennen. Hanna hatte auf dem Rad fast alleine den Rückstand zugefahren und so fehlte es ihr beim Laufen an Kraft, und Anne war zum einen gestürzt und zum anderen fehlt es ihr nach der langen Verletzung grundsätzlich noch an Substanz. Das war insgesamt nicht gut, aber wir nehmen Punkte mit und nun muss der Blick nach vorne gehen.“

Erfolgreiche deutsche Radverfolgung trotz Sturz

Das Rennen der Damen begann mit einem schnellen Schwimmen, das letztlich 14 Damen, darunter Gwen Jorgensen, an der Spitze sah. Das deutsche Damen-Duo hatte gut eine Minute Rückstand und fand sich damit in der zweiten größeren Verfolgungsgruppe wieder. Das nasse Wetter ließ den Radkurs in Yokohama zu einer schweren, weil rutschigen Herausforderung werden. Entsprechend sah man Jorgensen oft in der Führung auf dem Rad und die Spitzengruppe zunächst nicht mit einer hohen Geschwindigkeit. Konsequenz war, dass die ersten Verfolgerinnen schnell aufschließen konnten. Letztlich hatten sich zwei Gruppen à 20 Frauen gebildet, die zur Rennhälfte gut 30 Sekunden getrennt voneinander waren: mit Philippin und Haug in der Verfolgung. Der Rückstand wurde, auch dank Philippins steter Arbeit auf dem Rad, aber sukzessive kleiner, bis sich letztlich in Runde sieben das vordere Feld zusammenschloss. Da hatte Anne Haug allerdings schon einen kleinen Sturz hinter sich gebracht, nachdem eine vor ihr fahrende Konkurrentin sich und Haug zu Fall gebracht hatte.

Zum Wechsel hatten sich Philippin und Haug trotzdem in eine gute Position gebracht und nahmen den Lauf auf den Rängen zehn und dreizehn auf. Jorgensen wechselte schlecht, übernahm dann aber nach wenigen hundert Metern die Führung und lief schnell ihrem neunten Sieg in Folge entgegen. Dahinter Ashleigh Gentle und eine Gruppe um Emma Moffat. Anne Haug hielt sich durchgehend um Rang 15 auf, Philippin verlor den Anschluss etwas, biss sich aber in den Lauf und wurde letztlich 22., Haug beendete das Rennen auf Rang 16.

Kurzer deutscher Einsatz bei den Herren

Auch die Herren hielten sich an der Spitze nicht länger als nötig im Wasser auf. Leider war dies bei Franz Löschke anders. Nach einem Schlag in den Bauch musste er sich übergeben und konnte benommen den Radpart gar nicht erst aufnehmen. Das Rennen gestaltete sich dann etwas untypisch für die Herrenkonkurrenz. Aus zunächst drei Radgruppen wurde auf den 40 Radkilometern schnell eine große Gruppe. Die Favoriten machten sich somit geschlossen zu den finalen zehn Laufkilometern auf. Dort kristallisierten sich Brownlee und das spanische Duo Gomez und Mola als die Schnellsten heraus.

Beste Deutsche im WM-Ranking bleibt Rebecca Robisch (Saarbrücken) auf Platz elf, Haug ist 15. und Philippin 23. Bei den Herren ist Justus Nieschlag (Lehrte) besplatzierter DTU-Athlet als 26., Löschke liegt auf Rang 58. In Führung auch hier die Tagessieger Jorgensen und Gomez.

 

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Oliver Kubanek, Tel.: 069-677 205 17 oder 0178-1479833, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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