Kein Happy-End für deutsche Herren beim WM-Finale in Chicago

20.09.2015 02:49 von Oliver Kubanek

DTU-Cheftrainer Ralf Ebli: „Wir haben definitiv viel Arbeit vor uns”

Das Finale der Triathlon-Weltmeisterschaft-Serie in Chicago sah den historischen fünften WM-Titel des Spaniers Javier Gomez und ein wenig erfolgreiches deutsches Herren-Trio. Steffen Justus (Saarbrücken) wurde nach 1:47:16 Stunden 28., Justus Nieschlag (Lehrte) kam nach 1:47:27 als 30. ins Ziel. Gregor Buchholz 1:49:28 Stunden bedeuteten Rang 49, wobei der Mann aus Saarbrücken auf dem Rad gestürzt war. Gomez wurde im zehnten WM-Rennen der Saison Zweiter hinter seinem Landsmann Mario Mola (1:44:53 Stunden), der wie im Vorjahr Vize-Weltmeister wurde. Dritter in Chicago war der Südafrikaner Richard Murray, Dritter im WM-Ranking der Franzose Vincent Luis. Bester DTU-Mann in der Gesamtwertung ist Justus Nieschlag als 23.

„Mit dem Ergebnis können wir natürlich nicht zufrieden sein“, sagte Ralf Ebli, Cheftrainer der Deutschen Triathlon Union. „Wir haben definitiv viel Arbeit vor uns und müssen aktuell eingestehen, dass unsere Athleten nicht in der Lage sind, einen WM-Wettkampf mitzugestalten.“

Diese Analyse beinhaltet vor allem das Problem, in der ersten Disziplin gleich hinten dran zu sein. Richard Varga (SVK) demonstrierte dagegen im Michigansee, dass er der Top-Schwimmer des Herrenfeldes ist, und machte das Rennen schnell. Justus Nieschlag kam im zweiten Spitzenfeld mit Kontakt gen Spitze aus dem Wasser, Steffen Justus und Gregor Buchholz mit 41 bzw. 59 Sekunden Rückstand. Resultat war auf dem Rad eine 26 Mann starke Spitzengruppe mit Nieschlag und den Top-Favoriten Gomez und Mola, zehn Fahrer 15 Sekunden dahinter sowie eine große Verfolgergruppe mit dem deutschen Duo Justus und Buchholz und einer guten Minute Verspätung. Aus drei Gruppen wurden zwei, da die ersten Verfolger schnell auf die Spitze auffuhren. Die Differenz zwischen beiden großen Athletenfeldern pendelte sich zunächst zwischen 50 und 60 Sekunden ein. Allerdings bummelten die Führenden auf der zweiten Hälfte des Radsplits ein wenig, so dass der Abstand zusammenschmolz und über 60 Athleten gemeinsam durch die Straßen Chicagos fuhren: leider ohne Gregor Buchholz, der in einen Radsturz verwickelt war.

Auf die Laufstrecke gingen letztlich vier Ausreißer mit einem kleinen Vorsprung von 30 Sekunden. US-Boy Ben Kanute und der Schweizer Andrea Salvisberg bestimmten den Beginn des Laufes. Dahinter arbeiteten sich die schnellen Läufer des Feldes, angeführt vom Duo Gomez und Mola, langsam an die Spitze des Feldes heran. Bereits nach der ersten von vier Laufrunden hatten die Spanier das Kommando übernommen. Steffen Justus und Justus Nieschlag hatten den Kontakt zur Spitze verloren, Buchholz kämpfte im hinteren Feld um eine gute Zeit.

Historischer fünfter WM-Titel für Javier Gomez

Gomez und Mola verteidigten eindrucksvoll ihren Weltmeister und Vize-Weltmeister-Titel des Vorjahres, das Rennen in Chicago gewann Mola. Dahinter sicherte sich Murray Rang drei im finalen WM-Rennen, Vincent Luis (FRA) wurde Fünfter und verteidigte damit seinen Platz auf dem Podium des Gesamt-WM-Rankings. Steffen Justus lief als 28. ins Ziel, als 30. folgte Justus Nieschlag. Buchholz Kampf endete auf Platz 49.

Gomez Titelgewinn war eine historische Marke, da der Galizier als erster Athlet fünf Mal die Goldmedaille erringen konnte. Am Ende standen für ihn 4.930 Punkte zu Buche. Bester Deutscher im Ranking ist Justus Nieschlag als 23. mit 1.486 Punkten.

 

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Oliver Kubanek, Tel.: 069-677 205 17 oder 0178-1479833, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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