Laura Lindemann verteidigt Weltmeister-Titel der Triathlon-Junioren

19.09.2015 00:39 von Oliver Kubanek

„Ein guter Abschluss meiner Zeit als Juniorin“

Laura Lindemann (Potsdam) hat ihren Weltmeistertitel aus dem Vorjahr eindrucksvoll verteidigt. Die Triathlon-Hoffnung der Deutschen Triathlon Union benötigte bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Chicago 57:28 Minuten für 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. Lena Meißner (Neubrandenburg) wurde in 59:19 Minuten starke Fünfte. Lisa Tertsch (Darmstadt) komplettiert als Neunte in 59:47 Minuten das tolle Teamresultat. Mit Lindemann auf dem Podium standen Taylor Knibb (USA) und Lotte Miller (NOR).

„Ich bin natürlich sehr zufrieden mit meinem Rennen“, freute sich die beste Triathlon-Juniorin der Welt. „Es war schon krass, dass ich mit der Amerikanerin schnell alleine unterwegs war und sie dann beim Laufen hinter mir lassen konnte“, schildert die Welt- und Europameisterin den Rennverlauf. Von Beginn an lag Lindemann an der Spitze des Rennens, bis zum Laufstart zusammen mit Taylor Knibb. Als erste aus dem Wasser setzte sich das Duo auf dem Rad ab, bevor Lindemann ihre letzte verbliebene Konkurrentin auf der Laufstrecke distanzierte. In ihrem letzten Rennen im Juniorenbereich wurde Lindemann damit zum zweiten Mal in Folge Welt- und Europameisterin in einem Jahr. „Das ist ein guter Abschluss meiner Zeit als Juniorin. Nun freue ich mich auf die Saisonpause und kann gestärkt in die kommende Saison gehen.“

Hocherfreut war auch DTU-Nachwuchs-Bundestrainer Thomas Moeller. „Das war ein ganz starkes Rennen von Laura, da gibt es nichts zu kritisieren.“ Er fügte halb scherzend aber an: „Ein wenig Wehmut kommt natürlich auf, dass ich mit Laura – und auch mit Lasse Lührs – nun zwei Top-Athleten aus dem Juniorenbereich zur Elite abgeben muss. Aber es ist natürlich schön, dass sich beide nun mit den ganz Großen messen können.“

WM-Debütantinnen Lena Meißner und Lisa Tertsch tolle Fünfte und Neunte

Voll des Lobes war Moeller auch für Lena Meißner und Lisa Tertsch. „Beide hatten Probleme beim Schwimmen, haben dann aber alles prima gemacht und sich mit großem Kampfgeist noch sehr weit nach vorne gearbeitet.“ Die zwei angesprochenen WM-Debütantinnen Meißner und Tertsch hatten sich beim Schwimmen einen Rückstand eingefangen: Meißner 26 und Tertsch 58 Sekunden. Somit fuhren beide in unterschiedlichen Gruppen der Spitze hinterher. Zum zweiten Wechsel kam Meißner mit 13 weiteren jungen Damen rund 50 Sekunden hinter dem Führungsduo. In einer Zehnergruppe folgte Tertsch eine weitere Minute später.

Mit beherztem Lauf machten beide indes aus ihrem ersten WM-Start einen wirklich gelungenen. Meißner wurde letztlich Fünfte und die 16-Jährige Tertsch Neunte.

„An dieser Stelle muss natürlich auch den Heimtrainern der Talente gedankt werden“, nennt Moeller die wichtigen Stützen der täglichen Trainingsarbeit. „Ron Schmidt in Potsdam, Frank Heimerdinger in Neubrandenburg und Benjamin Knoblauch in Hessen leisten da Hervorragendes.“

 

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Oliver Kubanek, Tel.: 069-677 205 17 oder 0178-1479833, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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