Sophia Saller im Kurz-Interview vor ihrem „Heimrennen“

09.06.2016 19:21 von Oliver Kubanek

„Ich habe gelernt, Geduld zu bewahren und Dingen ihren Lauf zu lassen“

Das Sportjahr 2016 lief für Sophia Saller nicht ganz so, wie sie es geplant hatte. Die 22-Jährige Doktorandin der Mathematik an der Universität in Oxford hatte zu Beginn des Jahres eine Unterschenkel-Verletzung und konnte nur sehr eingeschränkt im Laufen trainieren, mit Nachwehen. Der Saisoneinstieg in die Triathlon-WM-Serie in Abu Dhabi Anfang März misslang. Saller beendete das Rennen beim Laufen vorzeitig. In Kapstadt und Yokohama folgten die Ränge 29 und 34. Die in London und Oxford lebende Triathletin hofft jetzt, bei ihrem WM-Serien-„Heimrennen“ in Leeds auf Besserung.

Hallo Sophia Saller, in Leeds steht das fünfte Rennen der WM-Serie 2016 an. Sie leben in England. Wie sieht die Vorfreude auf Ihr „WM-Heimrennen“ aus?

Natürlich freue ich mich ziemlich auf das Rennen, da es ja wie schon gesagt mein zweites „Heimrennen“ neben Hamburg ist und auch einige meiner Freunde aus Oxford und besonders meine Eltern zum Zuschauen vor Ort  sein werden. Da macht der Wettkampf gleich nochmal mehr Spaß. Ich bin mal gespannt, was das englische Wetter so hergeben wird. Aber nachdem es diese Woche wirklich schön war, soll es am Wochenende wieder regnen. Ich werde mich also ganz zu Hause fühlen.

Die Saison verlief bisher nicht optimal, zuletzt waren Sie in der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga am Start. Wie ist die aktuelle Verfassung?

Das Bundesliga-Rennen im Kraichgau war ein kleiner Schritt nach vorn, aber nachdem sich der Laufpart letztes Wochenende von den Beinen her endlich mal wieder so angefühlt hat, wie sich das Laufen im Wettkampf anfühlen sollte, hatte ich dann mit Magenkrämpfen zu kämpfen. Nun hoffe ich, dass ich in Leeds zum ersten Mal dieses Jahr endlich meine eigentliche Laufleistung abrufen kann.

Und was erwarten Sie vom Rennen?

Ich habe diese Saison gelernt, Geduld zu bewahren und den Dingen ihren eigenen Lauf zu lassen anstatt Erwartungen an Wettkämpfe zu stellen. Aber eines ist sicher. Nachdem wirklich fast alle Top Athletinnen vor Ort sein werden - und insbesondere fast alle Engländerinnen - erwarte ich einen spannenden Rennverlauf. Langweilig wird es ziemlich sicher nicht.

 

Medienkontakt DTU:

Oliver Kubanek, Tel.: 069-677 205 17 oder 0178-1479833, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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