Steffen Justus mit bestem Saisonresultat der deutschen Herren im Leeds

12.06.2016 23:33 von Oliver Kubanek

DTU-Bundestrainer Lorang: „Motivation für zweite Saisonhälfte“

Mit Rang neun nach 1:52:25 Stunden beim Rennen der Triathlon-Weltmeisterschaftsserie in Leeds (GBR) hat Steffen Justus für das beste Saisonresultat der deutschen Herren in der WM-Serie 2016 gesorgt. Über die olympische Kurz-Distanz von 1500 Metern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und zehn Kilometern Laufen wurde Jonathan Zipf 19. (beide Saarbrücken, 1:53:53 Stunden). Bei den Damen war Rebecca Robisch (Saarbrücken) beste deutsche Triathletin nach 2:03:45 Stunden als 14., Sophia Saller (Ingolstadt, 2:05:11 Stunden) wurde 21., Anja Knapp (Dettingen, 2:06:39 Stunden) lief auf Rang 24 in Ziel. Nicht so weit kam Hanna Philippin (Saarbrücken), die aufgeben musste. Sieger bei der WM-Premiere in Leeds wurden Weltmeisterin Gwen Jorgensen (USA) in 2:00:33 Stunden und Lokalmatador Alistair Brownlee nach 1:49:27 Stunden.

„Bei den Männern sind die Resultate aus Leeds als aufsteigende Tendenz zu werten“, sagte DTU-Bundestrainer Dan Lorang im Ziel. „Rang neun ist das beste Saisonresultat, mit den Leistungen können wir zufrieden sein und werden dies als Motivation für die zweite Saisonhälfte mitnehmen. Im Damenrennen war Rebecca Robisch solide unterwegs, insgesamt gilt es hier aber noch weiter an der Performance zu arbeiten.“

Zwei Ausreißer-Gruppen in Leeds erfolgreich

In beiden Rennen sahen die Triathlonfans interessante und spannende Verläufe. Im Damenrennen bestimmte das Trio Flora Duffy (BER) und die zwei Britinnen Vickie Holland und Jessica Learmonth nach dem Schwimmen den Radpart. Die drei kamen mit 1:45 Minuten Vorsprung in die Wechselzone vor dem finalen Lauf und allein Jorgensen schaffte es, durch einen Laufsplit von 33:29 Minuten Duffy (Zweite in2:01:24 Stunden) und Holland (Dritte in 2:01:57 Stunden) auf die Podiumsplätze zu verweisen. Das DTU-Quartett hatte im Schwimmen leider das Nachsehen und im Radfahren in zwei Verfolgergruppen viel Arbeit zu leisten, so dass der Laufsplit allein für Rebecca Robisch ein „solides Resultat“ ermöglichte. Hanna Philippin musste mit Krämpfen aufgeben, während Sophia Saller aus Gruppe drei auf Rang 21 lief und Anja Knapp aus ersten Verfolgerinnengruppe 24. wurde.

Auch das Herrenrennen sah eine Ausreißergruppe. Nach dem Schwimmen war das Feld an der Spitze noch verteilt, aber auf dem Rad fanden sich die Brüder Alistair und Jonathan Brownlee mit dem Australier Aaron Royle und dem Franzosen Aurelien Raphael zusammen. Dahinter fuhr das DTU-Duo in der Verfolgung und wechselte mit etwas unter zwei Minuten Rückstand in die Laufschuhe. Vorne feierten letztlich die Brownlees den erhofften Heimsieg, weil Jonathan in 1:49:59 Stunden Zweiter vor Aaron Royle (1:50:33 Stunden) wurde. Steffen Justus präsentierte eine gute Laufform und wurde Neunter. Jonathan Zipf ging am Ende der zehn Kilometer die Kraft ein wenig aus und so wurde er ordentlicher 19.

In der WM-Gesamtwertung liegt Jutus nun mit 984 Punkten auf Platz 18 und ist bester DTU-Athlet. Spitzenreiter bleibt der Spanier Mario Mola mit 3033 Punkten. Bei den Damen verteidigte Flory Duffy ihre Führung (2691 Punkte), beste Deutsche ist mit 787 Zählern anhaltend Hanna Philippin.

 

Medienkontakt DTU:

Oliver Kubanek, Tel.: 069-677 205 17 oder 0178-1479833, E-Mail: kubanek@dtu-info.de

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